Vorher-Nachher

Vorher…ist das Foto auf der Startseite der homepage, als unser Traum  von längerer Zeit auf dem Boot und evtl einer Atlantiküberquerung begann, vor etwa 6 Jahren. Dieses Foto hier ist…nachdem wir mit dem „Traumleben“ begonnen haben…

Liebe

Freundinnen und Freunde – vielen, vielen Dank für Eure Unterstützung! Es ist so schön, dass Ihr uns begleitet und hilft –  Balsam für die manchmal doch etwas angefressene Seele.

Von Herzen

Peter und Ute

 

 

Angekommen

19.12.16, 17. Tag auf dem Atlantik
11 Grad 59’985N, 61 Grad 45’811 W, Prickly Bay, Grenada
Um 7:28 LT = Ortszeit, 12:28 UTC+1= Deutscher Zeit, fällt der Anker. Nach 2196 Meilen, ca. 4084 Kilometern, in fast 17 Tagen. Wir sind angekommen! Heile! Keine ausgeschlagenen Zähne, gebrochene Rippen, Arme, Finger oder Zehen, keine Platzwunden, keine Verbrühungen, nur ein paar Schrammen und jede Menge blaue Flecke. Angesichts des Seegangs kommt mir das wie ein Wunder vor. Dabei hat die letzte Nacht nochmal alles an ekligen Wellen gegeben, sogar mein liebevollst gepflegter Basilikum ist dabei über Bord gegangen. Jetzt: Ruhe. Nichts kleppert mehr, alles bleibt stehen – paradiesisch.
Dafür waren wir schnell heute nacht – zu schnell. Wir wollten ja nicht im Dunkeln ankommen. Und haben auf die Morgendämmerung gewartet. Zum Glück. In der Bay ankern mindestens 50 weitere Boote, es war nicht so einfach, einen Platz zu ergattern. Jetzt werden wir mal einklarieren, uns umgucken – und dann: schlafen!!!

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18.12.16, 16. Tag auf dem Atlantik

12 Grad 40′ N, 60 Grad 18’W, KÜG 267
In der Nacht sehen wir von Ferne Barbados. Schiffe erscheinen wieder auf dem AIS, Funksprüche auf Kanal 16. Wir sind wieder unter Menschen.
Es wird auch Zeit, dass wir ankommen. Wir hören Stimmen auf dem Boot. Einen Chor. Einen Hund gar!
Den letzten Sonntag auf See wollen wir mit einem besonderen Frühstück feiern – Rührei. Eine blödsinnige Idee, wie mir schon nach der Nacht hätte klar sein müssen, in der ich bei jeder zweiten Welle von der Bank an Deck gekullert bin. Windstärke 6, Wellen ca. 4 Meter hoch. Richtige Segler kochen nach Seegang und nicht nach Gusto der Küchenchefin…
Dann hätte es Joghurt mit Trinkhalm gegeben. Bei uns gibt es mal wieder Akrobatik. Zu würzen, das Gewürzglas aufzuschrauben, ohne die Eier im Becher zu verlieren, der noch in der Spüle geparkt ist. Milch dazuzugeben, Butter in die Pfanne, die gefährlich schaukelt, erfordert permanente Konzentration und Balance. Soweit geht alles gut. Nach 17 Tagen geübt genug. Ich will schon frohlocken. Dann kommt eine besonders kräftige Welle und schleudert die Hälfte der Masse aus der Pfanne…Nein, ich fluche nicht mehr. Ich seufze nur noch…
Aber das Frühstück bekommen wir mittlerweile unfallfrei über die Bühne – Kaffee, Marmeladen und Milch sind auf dem Boden entlang der Bank geparkt und werden von Peters zarten Füßchen am Umfallen gehindert. Kaffeebecher finden Halt in Fernglas und Sicherheitsgurt. Das Brot wird, falls A grade mit Kaffeetrinken beschäftigt ist, von B am Herunterrutschen vom Teller gehindert. Etwas langatmig, das Ganze. Aber irgendwie hat es auch was, so hoch auf den Atlantikwellen…
100 Meilen noch. An Basteleien an Bord ist nicht zu denken. Peter trägt mittlerweile Stirnband. Wir hören Hörbücher, die uns eine liebe Kollegin noch mit auf den Weg gegeben hat. Und das ist auch toll…

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17.12.16 15.Tag auf dem Atlantik

13 Grad 01 N, 58 Grad 00 W, KÜG 261
Zwei Tage noch, wenn alles gut geht, zwei Tage noch bis Grenada. Morgen müssten wir schon Barbados sehen.
Wir sind schnell! Hatten vorgestern einen Bilderbuchsegeltag mit 3 – 4 Bft , also Parasailor, dazu Sonne, nur niedrige, wenig kabbelige Wellen, ein Dahingleiten – so schön kann Segeln sein! Manchmal….Es ist uns folglich schwer gefallen, das Zaubersegel in der Abenddämmerung zu bergen, aber so war ja mal die Verabredung – nachts wird sicher gefahren. Squalls! Die kamen in der Nacht nun überhaupt nicht, stattdessen dümpelten wir mit 4 – 5 Knoten dahin. So etwas frustriert….
Weshalb wir gestern wieder den Parasailor setzten. Es hat uns genau 1 Stunde 48 Minuten gekostet…weil wir ihn mit zwei Spibäumen gefahren haben, und die einzufädeln, das dauert.
So etwas baut man dann auch nicht so gerne wieder ab, zumal wir ordentlich Geschwindigkeit gemacht haben. Ab Samstag soll uns ein Starkwindgebiet mit 34 Knoten im Nacken sitzen, also, nichts wie weg. Wir haben unser Lieblingssegel denn auch nachts stehen lassen – und wieder wenig geschlafen. Beide an Deck, Wache im Stundenturnus, um schnell handeln zu können, falls Squalls, diese fiesen Tiefdruckstarkwindwolken, kommen. Sie kamen. Einmal. Zweimal. Also das Riesensegel mitten in der Nacht in den Bergeschlauch ziehen, über die Ankerwinsch, anders ging es nicht mehr. Und dann wieder entgleiten lassen, sobald die Wolken vorbei waren. Und beobachten – wie hoch klettert die Geschwindigkeitsanzeige? 15 Knoten? Geht noch. 20! Aber nur in Böen. Wieder 20! Die Hugin macht 9 Knoten! Das ist zu viel!!!
Im Morgengrauen bergen wir unsere Rennmaschine wieder, schweren Herzens. Ein Etmal (also die Tagesentfernung) von 159 Meilen! Kriegen wir nie wieder.
Es stellt sich aber heraus, dass das Bergen mehr als überfällig war. Die Umlenkrolle an der Mastspitze, über die das Spifall führt, das den Parasailor hält, ist durchgescheuert. Ein 8mm starker Metallring…Grade nochmal gutgegangen! Etwas länger, und das Fall wäre gerissen und das Riesensegel im Wasser gelandet – mit unabsehbaren Konsequenzen…
Außerdem steigt der scheinbare Wind schnell. Auf 22 Knoten, plus 6 Knoten Geschwindigkeit – das ist ein satter Starkwind. Mit ca 4 Meter hohen Wellen…
Wir fahren nur mit der Fock. Es schaukelt wie schon lange nicht mehr, uns ist das heute grade recht. Wir holen den Schlaf der letzten Nacht nach. Und hoffen auf ruhigeres Wetter…
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14.12.16 12.Tag auf dem Atlantik

14.12.16, 12. Tag auf dem Atlantik
14 Grad 21,5 N, 051 Grad 2,18 W , KÜG 245
Wenn nur die verdammten Wellen nicht wären! Nicht nur, dass sie, wie beschrieben, den aufrechten Gang schier unmöglich machen. Nein, sie zerstören auch. Kommt doch glatt eine durch die Hintertür bzw. den Niedergang. Das hat sich bislang noch keine getraut, noch nichtmal bei Sturm. Diesmal scheint die See relativ ruhig zu sein, da kommt der Brecher, zong, von schräg hinten über das Heck bis auf den Kartentisch. Laptop, handys, Seekarten, Polster, alles, alles wird gebadet. Wir sind sprachlos.
Dann muss unsere Teekanne dran glauben. Ich hatte sie, zugegebenermaßen optimistisch, auf einer Ablage mit 5 Zentimeter hohem Rand geparkt. Das kann doch eine Welle nicht erschüttern! Zong, katapultiert sie die Kanne ins Spülbecken. Zum Glück gibt es auf dem Boden keine Scherben. Aber wir halten wir nun unsere teatime ab???
Die See will uns nicht, glaube ich. Wir würden ja auch gern endlich ankommen, aber da lässt uns der Wind auf einmal im Stich. Flaute. Dümpeln. Die ganze Nacht, keine 5 Knoten Fahrt. Ich höre Pink Floyd und suche die dark side oft the moon. Nicht zu finden. Er strahlt pfannkuchengleich, voller Unschuld. Die Wellen plätschern leise.
Dafür hat der Tag drauf es in sich. Keinen Wind, oh nein: Regen. Immer wieder – Regen. Grau in grau. Hat eher was von Nordsee als von „kurz vor Barbados/Grenada“….
Auch dieser Tag wird rumgehen. Und dann sind es hoffentlich nur noch fünf – bis in eine ruhige, friedliche Bucht – ohne Wellen…
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12.12.16 10. Tag auf dem Atlantik

12.12.16, 10.Tag
14 Grad 32’5N, 49 Grad13’06 W KÜG 267
Es ist die Nacht des ganz wenigen Schlafes. 32 Knoten Wind droht der Wetterbericht an, abends um 9 ist davon noch nichts zu spüren. Vorsichtshalber holen wir die Fock ein und segeln mit gerefftem Großsegel, aber das ist sozusagen nur vorauseilender Gehorsam. Bis wir die Wolkenbilder sehen. Unheilvolle Gebilde türmen sich auf. Wir nutzen eine Windpause, holen das Groß ein und setzen die Fock wieder, die ist leichter zu reffen. Zum Glück. Auf 29 Knoten scheinbaren Wind klettert die Windanzeige, wir machen 7 Knoten Fahrt. 36 Knopten!!! Das ist Windstärke 8. Peter refft die Fock, und schon kommt der Regen. Ein Squall! Typische tropische Wettererscheinung – ein lokales Tiefdruckgebiet mit bis zu 40 Knoten und einer Menge Regen, das sehr schnell kommt – und genauso schnell wieder geht. Glücklich, wer ein Radar besitzt, da sind sie gut und rechtzeitig zu erkennen. Leider hat unserer sich gerade verabschiedet…
Geschafft, denken wir, als der Squall durch ist, und Peter legt sich schlafen, ich beobachte. Kurz darauf klettert die Windanzeige wieder auf über 30 Knoten scheinbarer Wind. Sturm. Das ist Chefsache . Ich hole den Käpt’n also wieder aus dem Bett. Wir reffen, was das Zeug hält, bis die Fock nur noch handtuchgroß ist. Und unsere Hugin surft mit 9,2 Knoten die Welle hinunter! Unser armes Bötchen, das ist sie nicht gewohnt. Aber vielleicht liebt sie ja das Abenteuer? Denn es ist herrlich an Deck. Der Wind ist warm. Das Schiff liegt ruhig und läuft wie auf Schienen. Wir halten den Kurs ohne Probleme. Bei achterlichem Wind macht Sturmstärke nichts. Und wir lernen – wir beherrschen das Schiff auch bei Squalls und starkem Wind.
Noch ein paar Mal kommen wir in den Genuss von Squalls, mal mit, mal ohne starken Wind. Toll ist es jedes Mal, wie die See vom Regen aufgepeitscht wird. Und dann – kommt die Sonne Und wir trocknen ja wieder…

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11.12.16 9. Tag auf dem Atlantik

11.12.16, 9. Tag auf dem Atlantik
15 Grad 07’464 N, 44 Grad 46’773 W, KÜG 270 Grad
Gestern war Bergfest! Über 1000 Meilen sind wir jetzt nonstop auf dem Wasser, ungefähr so viele brauchen wir noch bis Grenada.
Diesmal werde ich der Passage keine Träne hinterherweinen, sondern heilfroh sein, wenn wir angekommen sind.
Das Geschaukel ist noch immer ziemlich nervtötend. Selbst Peter, ausgeglichenster Mann unter der Sonne, wird sauer, weil ihm sämtliche Schrauben entgegen rutschen. (In dem Moment, wo ich das schreibe, haut uns eine Welle nach backbord und als Konsequenz schießt uns aus steuerbord die Schublade aus dem Kartentisch entgegen samt Inhalt: Schäkel, Kulis, Messgeräte etc…Die Schublade ist normalerweise kaum aufzubekommen…!)
Um uns herum – nur Wasser. Keine Boote in der Nähe, weder am Horizont, noch sichtbar auf dem AIS, noch hörbar über Funkkontakt auf Kanal 16. Wir sind wie aus der Welt gefallen. Sehr merkwürdig.
Schön ist es immer abends. Beim sundowner (unsere selbstverordnete Prohibition haben wir wieder eingestellt, Pfefferminztee und Sonnenuntergang geht einfach gar nicht) segeln wir durch die beeindruckendsten Wolkenformationen. Tiere, Menschen, Gnome, wie in einem Museum gleiten wir an seltsamen Gebilden vorbei. Die Wolken erfinden sich zu immer wieder neuen Skulpturen, verlieren sich, rotten sich zusammen, werden zu Regen und Wind.
Starkwind. 23 Knoten scheinbaren Wind und 7 Knoten Geschwindigkeit hatten wir des öfteren – Segler wissen, was das heißt. Da der Wind von hinten kommt, aber überhaupt nicht schlimm. Wir surfen auf 3-4 Meter hohen Wellen. Beeindruckend und schon toll. Irgendwie. (Für Peter gilt das „Irgendwie“ nicht, er findet es richtig toll.) Wenn nur das Geschaukel nicht wäre…
Die Tage vergehen wie im Flug. Wir zelebrieren das Frühstück mit frisch (von Peter) gebackenen Brötchen, Obstsalat aus Papaya, Bananen, Orangen, noch auf den Kapverden erstanden, frisch gemahlenem Kaffee.
Dann: Reparaturen: Generator (Kondensatoren im Eimer, elektrische Dieselpumpe hat den Geist aufgegeben, geht nach Säuberung von Peter aber wieder), Lichtmaschine (jaja, genau die, die seit der Abreise aus der Türkei Ärger macht)…und es hört nicht auf…
14:00. Wichtigstes date: Etmal in die Seekarte eintragen, koppeln. Etmal ist die Distanz, die man in 24 Stunden zurückgelegt hat. Wir fiebern immer: über 120??? Sogar über 130! Und verfolgen auf der Karte, wie wir uns immer weiter von de Kapverden entfernen und Südamerika nähern. Wir sind auf einer Höhe mit Guyana! Und könnten theoretisch immer noch nach Brasilien abbiegen…
Danach: Mittagessen. Selbstgebackenes Brot (Peter), die letzten in der Markthalle von Mindelo gekauften Tomaten. In Mindelo waren sie noch grün, wir können sehen, wie sie jeden Tag nachreifen. Jeden Tag gibt es eine. Hier wird rationiert!
Danach: Irdium, unsere einzige Verbindung zur Außenwelt, aktivieren. Wetterwelt-daten holen, Blogbeitrag posten…
Lesen, dösen, schlafen…
17:00: Teatime. Mit Spekulatius! Und ein Türchen vom Adventskalender öffnen. Bei über 30 Grad…
Bei Sonnenuntergang: Sundowner. Wellen, See, Himmel genießen.
Lesen, dösen, schlafen…
Irgendwann: Kochen.
Nach dem Essen sind wir totmüde und ich sofort bettreif.
Am nächsten Tag beginnt das Ganze von vorn…Und ewig grüßt das Murmeltier!
Noch 8mal, schätzen wir. Dann können wir hoffentlich rufen: Land in Sicht!!!

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Nikolaus

(über Iridium) 15 Grad, 49,9 N 036 Grad, 35,6 W, KüG 272 Grad
Der Schokoladenmann, den wir noch auf Lanzarote bei einem Lidl erstanden haben, verschwindet schnell im Kühlen – es ist heiß, der Käpt’n sitzt in Badehose vor dem improvisierten Nikolausteller (Foto folgt, sobald Internet vorhanden). Ich gestehe, dass ich mich manchmal nach der Lichtentaler Allee voll nasser Blätter oder der Baden-Badener Fußgängerzone selbst im Schneepatsch sehne….
Wir stecken in einer Flaute. Der Parasailor steht noch, aber sein Flügel schlägt und schlägt, was nicht nur am Material, sondern auch gehörig an unseren Nerven zerrt.
Inständig schauen wir auf die Windanzeige und Geschwindigkeitsmesser, als könnten wir sie beschwören.
– 3,4 Knoten.
– Och nö, ein bißchen mehr geht doch noch. Streng dich mal an!
– 8 Knoten Wind. Los, da holst du mehr raus!
– Über 5 Knoten Speed, Yeah!
Wir feuern das Segel an wie bei einem Fußballturnier.
– Einer geht noch!
– 5,4,!!! 5,6!! Super!!!!!
Von hängenden Mundwinkeln zu einem Strahlen bedarf es nur 2,2 Knoten, das sind etwa 4 Kilometer/Stunde…
Nach ein paar Stunden vergeht uns das Strahlen. Von 5 Knoten klettert die Geschwindigkeitsanzeige auf über 6 – wir sind noch glücklicher. Auf über 7 – hey, die Hugin kann 7! Auf 8,5…8,5,? Das ist mehr als die Rumpfgeschwindigkeit, als wenn ein Auto statt der Höchstgrenze von, naja, 120, 160 fahren würde. Ob das gut geht?
Derweil ist es dunkel geworden. Wir sind einerseits froh über die Schnelligkeit – auf der anderen Seite besorgt, ob das Segel – ein Leichtwindsegel – das aushält. Und alles, was daran hängt. Riskieren wir’s? Schlaf finden wir also wenig, So wie wir gebannt vor der Windanzeige um mehr Wind gebangt haben, hypnotisieren wir sie nun fast, um nicht zu viel davon zu kriegen. Denn zum einen wollen wir das Segel nicht bergen, weil wir so gut fahren – zum anderen ist das Bergen nachts, wie bereits beschrieben, so eine Sache. Der Parasailor ist ein supertolles Teil (wer mag – mal im Internet gucken – und nein, ich bekomme kein Geld dafür, dass ich das schreibe, leider nicht), aber nicht ganz einfach in der Handhabung.
Wir entscheiden uns, das Risiko einzugehen und bis zum Morgengrauen auszuharren.
Da scheint der Wind sich wieder etwas beruhigt zu haben – und uns damit auch, da klettert die Anzeige auf über 16 Knoten. Das ist für ein Leichtwindsegel viel! Es knirscht auch gehörig am Beschlag – also doch – runter mit dem Segel. Und zwar schleunigst, der Wind nimmt weiter zu, die Wellen auch.
Wir haben uns keine Sekunde zu früh entschieden. Peter bekommt kaum den Bergeschlauch über den Flügel. Aber nach einer halben Stunde ist es geschafft – er ruht wieder in seiner Tasche, unser Parasailor. Er hat wirklich Tolles geleistet.
Wir setzen wieder die Fock. Und machen deutlich weniger Geschwindigkeit. Aber – lieber langsam ans Ziel kommen. Und dafür sicher.
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<Wetterdaten

Liebes Wetterweltteam, vermutlich verlassen wir übermorgenam 09.12.2016 das Vorhersagegebiet. Unsere Position ist heute UTC 20:00 Uhr 15°49,9N 036°35,8 W mit Kurs280° auf Grenade. Vielen Dank und beste Grüße Peter und UteFörderer von der Hugin3 —- This e-mail was delivered via satellite phone using IRIDIUM’s AxcessPoint Mail & Web software. Please be kind and keep your replies short.