Und auch das wollte ich Euch nicht vorenthalten – so sieht die Hauptstrasse der Hauptstadt Barbudas aus – Codrington.
Washington
Dies ist ein Nachtrag zu dem wunderbaren Grillmeister, bei dem wir Lunch auf Barbuda hatten. So sieht er aus, so sein kleiner Grill, das daneben ist vermutlich seine Mutter…
Sint Maarten
26.3.2017
…und ziehen weiter nach Sint Maarten. Nein, das ist kein Schreibfehler, auch diese kleine Insel, unwesentlich größer als St. Barths, hat eine ungewöhnliche Geschichte, die haben sich nämlich Holländer und Franzosen untereinander auf angeblich höchst friedliche Weise aufgeteilt., sie liefen von einem Punkt aus in verschieden Richtungen los, und der Endpunkt wurde dann eben Grenze.
Nicht nur dadurch wird es für Segler etwas kompliziert, sich auf der Insel zu bewegen. Noch dazu gibt es hier eine riesige Lagune, die Boote nur erreichen können, wenn die Zug- bzw. Drehbrücke den Weg freigibt. Und das ist selten…
St. Maarten und St. Martin aber sind zollfrei und haben ein riesiges Angebot für Boote entwickelt. Das macht die Insel zu einem Mekka für Segler.
Auch wir steuern dahin, um den Motor checken, das Hauptsegel überprüfen zu lassen, um alles zu erledigen, was man vor der langen Rückreise so braucht…
Und – wir suchen einen Außenborder. Einen 9.8.er, einen, von dem Peter seit Grenada träumt. In Europa darf er, da Zweitakter und nicht so umweltverträglich, gar nicht mehr verkauft werden, aber hier soll es ihn noch geben – und dazu noch zollfrei! Hat Manuel, ein Segler, uns erzählt und uns den Mund wässrig gemacht.
Auf der holländischen Seite, superdeal. Also ankern wir auf der holländischen Seite und suchen den Händler auf. Der ist äußerst begierig, uns zu Diensten zu sein, klar, er macht uns einen guten Preis. Wir strahlen. Dann kommt er zurück. Betrübt. Alle, die er noch auf Lager hatte, hat eine Charterfirma letzte Woche aufgekauft. Den 8.0 könnten wir haben, der gleiche Motor, gleiche Leistung. Blödsinn. Außerdem wollen wir den 9.8er und sonst keinen. Enttäuscht ziehen wir von dannen.
Dann eben den nächsten Händler versuchen, auch eine große Kette. Nicht die gleiche Marke, aber einen Nissan hat er. Zu teuer. Er überlegt und macht uns dann einen guten Preis, kaum teurer als den ursprünglich gewünschten. Wir schlagen ein.
Und ich schenke ihn Peter zum 60. Geburtstag. Er hat erst im Juli, aber egal. Meinem Käpt’n, der mich durch alle Stürme steuert, auch mit dem Dinghi…
Keine Haie…
25.3.2017
…in der Colombiere Bay, aber auch keine anderen Fische unter Wasser zu finden. Es war zu windig die letzten Tage, der Sandboden ist aufgewühlt, da sieht man so gut wie nichts mehr. Und ums große Riff herum tobt uns die See zu stark. Wie schade. Ich hätte ja doch gern nochmal richtig viele schöne Fische und Korallen gesehen. Also klettern wir unverrichteter Dinge wieder zurück ins Dinghi…
Wandern
Colombiere Bucht, 25.3.2017
Wir wollten eigentlich schnorcheln gehen – ich werde meine Angst vor Haien und Barracudas überwinden! -, aber das Wetter ist nicht doll, sehr bewölkt, immer kurz vor dem Regen, da lockt das Riff nicht. Wir gehen stattdessen wandern und stellen erstaunt fest, dass St. Barth doch ganz schön hoch ist! Es tut gut, endlich mal wieder andere Muskeln bewegen. Danach haben wir doch noch Energie, um auf dem Boot zu arbeiten und schwupps – ist der Tag schon wieder rum!
Colombiere Bay, St. Barth
24.3.2017
Ein Tag Gustavia reicht uns. Wir verlegen unsere Hugin eine Bucht weiter, in die Colombiere. Da, hatte Sergio geschrieben, sei es phantastisch, schnorcheln mit Schildkröten und Haien.
Die Bucht ist hübsch. Ein Naturreservat. Wir trauen uns nicht an eine Boje – sie könnte ja kosten. Wir ankern. Neben uns taucht zur Begrüßung links eine Schildkröte auf, dann rechts die nächste, eine richtig große. Wie nett! Hier sind wir richtig.
Eine dicke amerikanische Motoryacht liegt hinter uns mit Bediensteten und allem pipapo. So pompös, dass es schon wieder interessant ist. Ansonsten ist es relativ leer. Doch das ändert sich schnell. Eine große Yacht nach der anderen läuft ein, waren es in Antigua die schönen Reichen und die ganz schön Reichen, sind es nun die riesig Reichen. Meistens all-american-Amerikaner, die wie der Zahnpastareklame entsprungen aussehen (liebe Ilse, ich hoffe, ich kränke Dich nicht – einen lieben Gruß in die Staaten!), nicht die liebenswerten Vagabunden, die wir bis jetzt kennengelernt haben. Was hier an Geld liegt, ist unglaublich und würde einer der anderen karibischen Inseln ganz sicher auf die Beine helfen. Und unsere kleine Hugin mittendrin…
Wie bizarr, diese Monsterboote inmitten einer wunderschönen Natur zu sehen. Das Wasser ist so klar, wie wir es noch nie hatten. Keine Häuser drumherum, nur Felsen, Riffs, Brandung. Es könnte sehr romantisch sein….Aber Paradiese sind nicht von Dauer.
Mindestens 70 Boote drängen sich auf den vielleicht 400mal 400 Metern Bucht…
Abends schmeißen die Riesen ihre Lichter an. Beleuchten Deck, Masten, Bäume, Wasser. Das wird die Schildkröten vermutlich wenig freuen. Aber es sieht ehrlich gesagt sehr, sehr schön aus. Dahinter in der Ferne die Lichter von St. Martin. Wir schaukeln leise, trinken Rum und genießen…
Gustavia, St. Barths
22.,23.3.2017
Gucci, Prada, Cartier , Taschen aus echtem Krokoleder – alles, was der Mensch nun wirklich nicht braucht, all das gibt es in der Hauptstadt von St. Bath reichlich. Der Schock nach Barbuda könnte nicht größer sein. Noch nichtmal Flair und Atmosphäre. Nur wenige Kilometer weiter sind Menschen richtig arm oder krepeln am Existenzminimum. Hier: Protzender Reichtum. Wir finden es dekadent und regelrecht pervers.
Wir hätten es wissen müssen. St. Barth, diese kleine, 24 qm große Insel, ist ein Freihafen. Von Columbus wie alle anderen Inseln entdeckt, von den Franzosen gewonnen, verkauftem diese den Winzling an die Schweden! Die machten Gustavia zu einem Freihafen, und das ist es noch heute, auch wenn die Franzosen die Insel zurückkauften. Das lockt natürlich Kreuzfahrer, Reiche, Superreiche an. Und kleine Segler wie uns, die sich dieses Unikum mit den schwedischen Straßennamen mal anschauen wollen, und am liebsten sofort wieder das Weite suchen würden.
Die Bucht vor Gustavia ist rappelvoll, schwimmen geht auch nicht. Wir können noch nichtmal gut schlafen, der Wind steht direkt in die Bucht und der Schwell ist enorm. Warum sind wir nicht im Paradies geblieben?
Aber nun sind wir da, und das heißt, wir müssen einklarieren. Entgegen unserer Hoffnung gilt das leider nicht auch für die nächste Insel, sondern nur für St. Barths. Dann klarieren wir eben hier auch gleich aus.
Bummeln durch die Strassen – und finden es auf einmal gar nicht mehr soo schlimm. Es gibt immerhin sehr leckeres Eis! Endlich mal wieder. Und auch ganz nette Läden, die keine Brillies verkaufen. Einen ganz guten Supermarkt für das Nötigste. Leider keinen Außenborder für Peter, aber der potentielle Motorverkäufer ist der einige Mensch, dem wir begegnen, der ein bisschen an die Bewohner der anderen Inseln erinnert – er, wenngleich Weißer, trägt einen Rastahut.
Aber sonst: Keine Reggaemusik, keine Steeldrums, fast keine schwarze Hautfarbe, keine berauschenden Rauchwölkchen. Die Karibik, wie wir sie bisher kennen-und liebengelernt hatten, ist hier vorbei. Hier ist es clean.
Wir trösten uns bei der happy hour bei einem wirklich phantastischen Gintonic. Und machen das Beste draus…
Kokosnuss – 6 –
Und dann—mhmhmhmhmmmm!!!Kann das Leben schöner sein?
Kokosnuss – 5 –
Schon das Kokoswasser ist göttlich. Und sehr gesund. Aber man kann das durchaus noch anreichern, und dann wird es noch leckerer. Wir empfehlen den Rum von der Insel Marie Galante, Rhum agricole, noch ohne Firlefanz hergestellt, fruchtig und nach Zuckerrohr schmeckend. Ein kleiner Schluck genügt!
Kokosnuss – 4 –
Will man die Kokosnuss bzw. deren Saft trinken, muss die Nuss noch grün sein. Dann kann sie, so man geschickt ist, mit dem Messer geöffnet werden. Ist sie schon härter, greift Mann zum Akkubohrer, Säge oder ähnlichem…
