Sao Miguel

Sao Miguel

12.7.2017

90 Meilen, 18 Stunden. Eine Nachtfahrt, und die ist nicht schön. Dunkel, wolkig, schaukelig. So, dass wir wieder einmal denken: Braucht man das wirklich?

Aber Sao Miguel ist die letzte Station auf den Azoren, hier wollen wir nochmal Diesel und Gemüse, Obst auftanken, außerdem verkürzt der Stop natürlich die längere Strecke nach Portugal/Festland.

Ponta Delgada heißt die Hauptstadt nicht nur der Insel, sondern auch der Azoren, Sao Miguel ist das größte Eiland. Mit der größten Marina. In der sich auch hier niemand über Funk rückmeldet, aber zumindest telefonisch erreichen wir eine freundliche Mitarbeiterin, die uns versichert, Platz gäbe es, aber wir müssten erst die Anmeldung anfahren.

Tun wir, tanken auch gleich. Peter verschwindet mit den Unterlagen, um uns anzumelden, und ich – kann nicht an Land. Die Kaimauer geht mir fast bis zur Schulter, das Schiff bewegt sich, ich traue mich nicht. Bleibe frustriert zurück, bis der Käpt’tn erstaunt kommt, um nach mir zu fahnden – und mich hochzieht. Das sind Momente, die ich nicht so schön finde…

Irgendwie schaffen wir es dann doch (auch ich).  Legen an am Schwimmsteg. Und mir gefällt es hier gar nicht.

Vor uns Frachter, die beladen werden, Kräne, Industrie, hinter uns Hochhäuer, Beton. Ich sehne mich zurück nach dem kleinen, verschlafenen Velas mit dem freundlichen Jose und dem glasklaren Wasser…

Und habe irgendwie auch nicht recht Lust, schon wieder die nächste Insel zu erkunden. Von daher bin ich skeptisch, als uns in der Touristinformation empfohlen wird, einen Mietwagen mindestens drei Tage zu nehmen. Kennen wir doch alles, Wiesen, Hortensien, Freischwimmbäder in Lavagestein…Die hier, verspricht uns der Berater gelassen, sind anders. Und – er hat Recht!

Terceira, Die Insel

Die Insel

Terceira, 11.7.2017

Ein grober Fehler. Denn so entgeht mir, dass es im Norden Terceiras, in Biscoitos, eine wunderschöne Badelandschaft gibt – natürliche Pools in den Lavasteinen, in die der Atlantik fließt. Und ich keine Badeklamotten mitnehme. So müssen wir am Rande stehenbleiben und sehnsüchtig zuschauen, wie schön man im Meer baden könnte…

Der Rest der Insel ist auch hübsch. Ein bisschen Weinanbau zwischen Lavagestein wie auf Pico, Hortensien, Landwirtschaft. Nett.
Wir ziehen weiter…

Terceira, Angra do Heroismo II

Angra do Heroismo

Terceira, Azoren, 8.-11.7.

In der Tat ist die Stadt sehr schön. Angra war seit dem Mittelalter „das Fenster zum Atlantik zwischen Europa und der neuen Welt“, wie es die Tourismusbroschüre treffend beschreibt. Angra war Treffpunkt der Schiffe, die Güter zwischen Portugal und Lateinamerka, Brasilien, Asien transportierten, ein Umschlagplatz. Händler, Kaufleute ließen sich hier nieder, von denen die reich verzierten Häuser noch heute zeugen. Forts wurden gebaut, um die Schätze, die gehandelt wurden, zu sichern. Angra war reich. Und ist es anscheinend noch heute.

Stilvoll renovierte Häuser, hübsch gestrichene Balkone, gepflegt. Ausgezeichnete Eisdiele. Auch nicht unwichtig.

Wir bummeln durch die Gassen. Aber so richtig packen tut uns diese Stadt nicht.  Und vielleicht liegt es daran, dass wir diesmal kein Auto mieten, sondern mit dem Bus die Insel umrunden. Und dass ich mich dummerweise auch nicht richtig informiere, was sie zu bieten hat…

Terceiras, Angra do Heroismo

Terceira

Azoren, 7.-11.7.2017

Wir hätten noch lange in Velas bleiben können, es ist so freundlich hier, so entspannt –  aber ein österreichischer Segler warnt, dass das Wetter umschlägt und der Wind demnächst von vorn kommt. Also ziehen wir jetzt schon weiter, auf die nächste Insel, ein Schrittchen weiter gen Heimat. Schade. Freitag Abend wäre Ana Maura, eine bekannte Fado-Sängerin, in Velas aufgetreten, die hätte ich gern gehört. Aber das Wetter hat wie immer Vorrang.

52 Meilen. 10 Stunden. Leider wieder keine Wale. Dafür jede Menge putziger Delphine.

Kurz vor der Marina von Terceira funke ich sie an– nichts. Auf allen Kanälen – Funkstille. Na super. Dann eben nicht. Auf gut Glück wollen wir nicht einfahren, die Marina ist zwar größer als die in Velas (was kein Kunststück ist) , aber auch sehr klein. Also doch ankern. Dinghi auspacken, aufblasen. Und genießen. Ist das schön, wieder auf dem Meer zu schaukeln und direkt vom Boot ins Wasser zu können.

„Sie  drängte ihn, in unheimlich grüne Seen oder die graue Nordsee zu steigen. Es sei ein anderes Element, sagt sie oft…(Sie wollte) in ein anderes Element eintauchen, täglich aufs Neue. Jeden Tag zu etwas Besonderem zu machen…“

Genau so, wie Ian McEwan es in  „Saturday“ beschreibt (sorry für den Ausflug ins Literarische, aber ich habs grade gelesen,  ein großartiges Buch),  ist es. Mit dem Schwimmen im Meer am Morgen, möglichst noch vor dem Frühstück, wird der Tag zu etwas Besonderem. Auch –oder grade-  wenn das Wasser mal grade 21 Grad hat.

Und dann noch vor dieser Kulisse.  Angra do Heroismo heißt die Hauptstadt Terceiras, vor der wir liegen. Wir hatten bis dato weder von der Insel noch von der Stadt je gehört. Dabei ist Angra Weltkulturerbe! Wir, kleines Bötchen, vor großer Kultur!

Rund um Sao Jorge II

Ein Riss ist im Auspuff…

Velas, Sao Jorge, 5.7.2017

Natürlich machen wir nicht nur sightseeing und andere schöne Dinge, Peter kümmert sich auch ums Boot. Und stellt dabei fest, dass der Auspuff, noch auf den Bermudas geschweißt, noch immer kaputt ist  – ein Haarriss diesmal. Na prima. Dadurch gelangen Auspuffgase ins Boot, das geht gar nicht, wir wollen ja lebendig wieder heimkommen. Jose, beschließen wir, der freundliche Jose, unser Marineiro, weiß bestimmt Rat. Natürlich. Ein Freund arbeitet in der Molkerei und muss dort schweißen,  der kann das bestimmt. Ein Anruf,  und der Freund sagt zu.  Bloß, wie kommen wir in die Molkerei? Kein Problem, Jose fährt uns natürlich, sein Freund spricht auch kein Englisch, nach der Arbeit also sollen wir kommen.

Nach halsbrecherischer Fahrt  von Jose ist der Haarriss in der Werkstatt der Käserei in einer Viertelstunde geflickt. Geld? Aber bitte, nein! Peter drückt ihm dennoch zwanzig Euro in die Hand, er wär ja wohl verrückt, lacht der Schweißer. Wir finden, er soll sie auf dem örtlichen Fest auf den Kopf hauen. Dass auch Jose sich weigert, Geld für deine Fahrt zu nehmen, muss man wohl nicht mehr erwähnen….

Rund um Sao Jorge

Sao Jorge, Azoren, 4.7. 2017

Wir haben noch einen Mietwagen ergattert. Dank Jose, dem Marinero, so ein Glück. Denn hier beginnt morgen die „kulturelle Woche“ mit allen möglichen Veranstaltungen, Buchvorstellungen, Musik, da kommen viele Gäste auf die Insel. Und alle wollen ein Auto…

56 Kilometer lang, 8 breit. Vulkankegel neben Vulkankegel, die schroff ins Meer abfallen. Die Insel ist wunderschön. Noch größere Hortensien, als wir sie bislang gesehen haben, Hecken, die Weiden unterteilen.

Viele Weiden. Sao Jorge lebt von der Milchwirtschaft. Aber hier gibt es nur glückliche Kühe, die auf riesigen Weiden grasen. Aus ihrer Milch wird der berühmte (jedenfalls auf den Azoren ist er berühmt) Inselkäse produziert. Wir besichtigen eine Käserei. Drei gibt es auf der Insel, jede für jeweils eine Region. Die Milch wird von den Bauern direkt geliefert, in der Molkerei vor Verarbeitung labortechnisch untersucht, in Bottiche gefüllt, dort die Molke langsam getrennt, bis die Konsistenz eine käsige ist. Mit den Händen wird diese Masse zerkrümelt, wird Salz darunter gemischt, bevor sie in dicke Stahlformen gepresst wird und, dann von einer Wachsschicht umschlossen, auf riesigen Regalen reift. Und nach England, in die USA exportiert wird. Die haben es gut, denn der Käse ist sehr lecker.

Und es gibt, nicht zu glauben, Kaffee auf Sao Jorge! Angebaut! Von Nuno, in sehr kleinem Masse, aber selbst getrocknet und geröstet, vorzüglich. Leider – wen auch aus gutem Grund – sehr teuer, so dass wir uns nur eine Tasse vor Ort gönnen.

Dort treffen wir einen freundlichen Amerikaner, Eric, der, mit einer Portugiesin aus Sao Jorge verheiratet, uns etwas über die jüngere Geschichte der Insel erzählt. 1980 wurde sie einmal mehr – von einem heftigen Erdbeben heimgesucht, das viele Bewohner obdachlos werden ließ. Kennedy ließ damals diese heimatlosen Menschen in die USA einreisen (das waren noch Zeiten!), und so zogen die azorischen Bauern, die noch nie weiter als zur nächsten Insel gereist waren, nach CalifornienAls Milchbauern! Californien hat eine ausgedehnte Milchindustrie (nie vorher gehört) und die Kenntnisse der azorischen Neubürger waren sehr gefragt. So war beiden Seiten geholfen. Die Portugiesen integrierten sich schnell, viele blieben dauerhaft im Exil, manche kamen zurück. Leben bescheidene, von der Landwirtschaft, der Fischerei, zunehmend vom Tourismus. Der bislang hier noch keinen Schaden angerichtet hat. Eric erzählt mit Schaudern, dass es auf der Hauptinsel der Azoren, Sao Miguel, mittlerweile ein Fastfoodrestaurant gibt. Wir sollen also, beschwört er uns augenzwinkernd, nicht zu viel von Sao Jorge schwärmen…Doch, das müssen wir. Aber hierher zieht es nur Naturliebhaber, Segler, Wanderer – und die wollen kein McDonalds!

(Fotos für die Blogbeiträge folgen, sobald wir wieder Internet haben!)

Rund um Sao Jorge

Sao Jorge, Azoren, 4.7. 2017

Wir haben noch einen Mietwagen ergattert. Dank Jose, dem Marinero, so ein Glück. Denn hier beginnt morgen die „kulturelle Woche“ mit allen möglichen Veranstaltungen, Buchvorstellungen, Musik, da kommen viele Gäste auf die Insel. Und alle wollen ein Auto…

56 Kilometer lang,8 breit. Vulkankegel neben Vulkankegel, die schroff ins Meer abfallen. Die Insel ist wunderschönschön. Noch größere Hortensien, als wir sie bislang gesehen haben, ganze Hortensienhecken, die Weiden unterteilen.

Viele Weiden. Sao Jorge lebt von der Milchwirtschaft. Aber hier gibt es nur glückliche Kühe, die auf riesigen Weiden grasen. Aus ihrer Milch wird der berühmte (jedenfalls auf den Azoren ist er berühmt) Inselkäse produziert. Wir besichtigen eine Käserei. Drei gibt es auf der Insel, jede für jeweils eine Region. Die Milch wird von den Bauern direkt geliefert, in der Molkerei vor Verarbeitung labortechnisch untersucht, in Bottiche gefüllt, dort die Molke langsam getrennt, bis die Konsistenz eine käsige ist. Mit den Händen wird diese Masse zerkrümelt, wird Salz darunter gemischt, bevor sie in dicke Stahlformen gepresst wird und, dann von einer Wachsschicht umschlossen, auf riesigen Regalen reift. Und nach England, in die USA exportiert wird. Die haben es gut, denn der Käse ist sehr lecker.

Und es gibt, nicht zu glauben, Kaffee auf Sao Jorge! Angebaut! Von Nuno, in sehr kleinem Maße, aber selbst getrocknet und geröstet, vorzüglich. Leider – wenn auch aus gutem Grund – sehr teuer, so dass wir uns nur eine Tasse vor Ort gönnen.

Dort treffen wir einen freundlichen Amerikaner, Eric, der, mit einer Portugiesin aus Sao Jorge verheiratet, uns etwas über die jüngere Geschichte der Insel erzählt. 1980 wurde sie einmal mehr – von einem heftigen Erdbeben heimgesucht, das viele Bewohner obdachlos werden ließ. Kennedy ließ damals diese heimatlosen Menschen in die USA einreisen (das waren noch Zeiten!), und so zogen die azorischen Bauern, die noch nie weiter als zur nächsten Insel gereist waren, nach Californien Als Milchbauern! Californien hat eine ausgedehnte Milchindustrie (nie vorher gehört) und die Kenntnisse der azorischen Neubürger waren sehr gefragt. So war beiden Seiten geholfen. Die Portugiesen integrierten sich schnell, viele blieben dauerhaft im Exil, manche kamen zurück. Leben bescheidene, von der Landwirtschaft, der Fischerei, zunehmend vom Tourismus. Der bislang hier noch keinen Schaden angerichtet hat. Eric erzählt mit Schaudern, dass es auf der Hauptinsel der Azoren, Sao Miguel, mittlerweile ein Fastfoodrestaurant gibt. Wir sollen also, beschwört er uns augenzwinkernd, nicht zu viel von Sao Jorge schwärmen…Doch, das müssen wir. Aber hierher zieht es nur Naturliebhaber, Segler, Wanderer – und die wollen kein MacDonalds!

Fisch beißt Peter

Velas, Sao Jorge, Azoren, 3.7.2017

Das glasklare Wasser in der Marina verleitet Peter, obgleich es unter 25 Grad hat, den Fuß hinein zu tauchen. Böser Fehler. Schon beißt ein Fisch an. In den kleinen Zeh, die Bissspuren sind deutlich zu sehen. Angeln ist hier eigentlich verboten…Peter verhängt erbost die Todesstrafe, doch der Fisch ist zu schnell. So bleibt es beim Schimpfen…

Abgesehen davon verbringen wir den Tag friedlich. Schauen uns im Ort um. Klein, nett. Sauber. Einen Supermarkt gibt es in Marinanähe für die morgendlichen Brötchen, und eine gute Kneipe. Sehr entspannend sind auch die Preise: 5 Brötchen 75 cent, ein Glas Wein 1 Euro. Um das Wesentliche zu nennen. Nach Bermuda und den Virgin Islands können wir das kaum glauben.

Leider gibt es keinen Markt, auch keinen Fischmarkt, der Privatkäufern zugänglich ist. Wohl einen, der Fische, in Eis konserviert, mit Markierungen versehen, stückweise versteigert. Das sieht alles ziemlich EU normiert aus…

Also gibt es bei uns Reste-Essen. Auch nicht schlecht.

In den Schlaf begleitet werden wir von Cagarros. Schreienden Weibern, so die unfreundliche, aber zutreffende Übersetzung. Gelbschnabelsturmtaucher, die in den Felsen über uns nisten und aus uns unerfindlichen Gründen nachts anfangen zu krakeelen. Die Frösche in der Karibik waren uns zwar lieber, aber besser so eine als gar keine Musik…

Adio, Horta

Schweren Herzens legen wir ab. Ein letzter Blck auf den Pico auf der einen, auf die Häuschen, die Wundmühle auf der anderen Seite (siehe Foto). Schön war’s hier. Wir hätten es länger ausgehalten….

Und motoren nach Sao Jorge. 22 Meilen, 4 Stunden. Das Azorenhoch hält sich – das ist schön für Euch -, wir haben keinen Wind. Ich find’s, wie man weiß, ja nicht so schlimm…

Delfine begleiten uns unterwegs, wie schön! Leider keine Wale. Vielleicht treffen wir sie noch.

Kurz vor Velas, der Hauptstadt Sao Jorges, funke ich die Marina an, ob sie ein Plätzchen haben. In Horta bezweifelte man es, normalerweise sei die Marina sehr voll. Wir hoffen darauf, dass die Spitze der Hochsaison der Atlantiküberquerer vorbei ist – zur Not ankern wir. Ankern? 15 Meter Tiefe, gen Süden ungeschützt, direkt daneben die Fähre, das Dinghi, für die lange Überfahrt gut verpackt und verstaut, müssten wir auch wieder aktivieren—wir drücken uns die Daumen. Kurz vor uns allerdings huscht noch schnell ein Segler durch, ohoh…

Dann meldet sich der Marinero auf Funk zurück. Einen Liegeplatz? Kein Problem, hat er für uns, wir können kommen. Wir sind platt. Umso mehr, als wir uns der Einfahrt nähern und feststellen, dass sie eng ist. Sehr eng.

Und die Marina mini klein. Höchstens 15 Segler passen hinein. Dafür ist sie eine der schönsten, die wir je besucht haben. Unter einer steilen Felswand, gut geschützt, glasklares Wasser. Wir staunen. Haben wir ein Glück.

Jose, der Marinero, ist unglaublich freundlich und hilfsbereit, wir machen längs am Außenfinger fest. Die „Feeling“ ist auch noch da! Was für eine schöne Überraschung!
Hermann hilft uns, das Boot zu drehen, dann liegen wir gut und können irgendwann die Ausfahrt wagen…irgendwann…

Geschichte

Horta, 30.6.2017

„The azores are paradise“, strahlt uns ein Einheimischer an, als wir selig von der Kneipe in Porto Pim kommen. Wir können nur nicken. Aber uns begeistert nicht nur die Landschaft. Sondern auch die Kultur.

Wir besuchen das Museum von Horta. Sehr spannend. Unheimlich schön gemacht, in einem alten Herrenhaus untergebracht. Sonntags ist der Besuch frei, sonst kostet er nur 2 Euro, hier wird Wert auf Bildung gelegt, die alle erreichen kann.

Wir hatten uns schon oft gewundert, dass fast jeder in Horta fließend englisch spricht. Und sooo viele Touristen gibt es hier nicht…

Und lernen: Horta war schon fast immer international.

Martin Behalm, ein Seefahrer aus Nürnberg, entwarf hier den ersten Globus.

Captain Cook landete in Horta an.

Walfänger aus Amerika nutzten den im 18. Jahrhundert ausgebauten Hafen. Von dort aus wurde auch der Wein aus Pico verschifft – sogar bis zum russischen Zaren.

Ende des vorletzten Jahrhunderts, um 1890, kamen die ersten Telegrafengesellschaften und begannen, Unterwasserkabel zu legen, um Afrika, die Kapverden, Nordamerika und Europa zu verbinden. Darunter war auch die Deutsch-atlantische-Telegrafengesellschaft. Büros entstanden, Mitarbeiter aus aller Herren Länder ließen sich nieder. Ganze Wohnviertel wurden gebaut, architektonisch verschieden, je nach kulturellem Hintergrund.

Horta war ein Knotenpunkt. Hier tankten die großen Schiffe auf der Transatlantikroute von Amerika nach Europa. In den 30er Jahren kamen die Flugzeuge von PanAm, Lufthansa, sie alle landeten auf dem Wasser vor Horta, um Sprit, Wasser, Lebensmittel aufzunehmen.

Jetzt sind es die Segler, die ausruhen, auftanken in jeder Hinsicht und auf sehr freundliche, hilfsbereite und aufgeschlossene Menschen treffen. Und alle, denen wir begegnet sind, finden:

Ja. Die Azoren sind wirklich ein Paradies. Und Horta gehört dazu.