Velas, Sao Jorge, Azoren, 3.7.2017
Das glasklare Wasser in der Marina verleitet Peter, obgleich es unter 25 Grad hat, den Fuß hinein zu tauchen. Böser Fehler. Schon beißt ein Fisch an. In den kleinen Zeh, die Bissspuren sind deutlich zu sehen. Angeln ist hier eigentlich verboten…Peter verhängt erbost die Todesstrafe, doch der Fisch ist zu schnell. So bleibt es beim Schimpfen…
Abgesehen davon verbringen wir den Tag friedlich. Schauen uns im Ort um. Klein, nett. Sauber. Einen Supermarkt gibt es in Marinanähe für die morgendlichen Brötchen, und eine gute Kneipe. Sehr entspannend sind auch die Preise: 5 Brötchen 75 cent, ein Glas Wein 1 Euro. Um das Wesentliche zu nennen. Nach Bermuda und den Virgin Islands können wir das kaum glauben.
Leider gibt es keinen Markt, auch keinen Fischmarkt, der Privatkäufern zugänglich ist. Wohl einen, der Fische, in Eis konserviert, mit Markierungen versehen, stückweise versteigert. Das sieht alles ziemlich EU normiert aus…
Also gibt es bei uns Reste-Essen. Auch nicht schlecht.
In den Schlaf begleitet werden wir von Cagarros. Schreienden Weibern, so die unfreundliche, aber zutreffende Übersetzung. Gelbschnabelsturmtaucher, die in den Felsen über uns nisten und aus uns unerfindlichen Gründen nachts anfangen zu krakeelen. Die Frösche in der Karibik waren uns zwar lieber, aber besser so eine als gar keine Musik…

