Adio, Horta

Schweren Herzens legen wir ab. Ein letzter Blck auf den Pico auf der einen, auf die Häuschen, die Wundmühle auf der anderen Seite (siehe Foto). Schön war’s hier. Wir hätten es länger ausgehalten….

Und motoren nach Sao Jorge. 22 Meilen, 4 Stunden. Das Azorenhoch hält sich – das ist schön für Euch -, wir haben keinen Wind. Ich find’s, wie man weiß, ja nicht so schlimm…

Delfine begleiten uns unterwegs, wie schön! Leider keine Wale. Vielleicht treffen wir sie noch.

Kurz vor Velas, der Hauptstadt Sao Jorges, funke ich die Marina an, ob sie ein Plätzchen haben. In Horta bezweifelte man es, normalerweise sei die Marina sehr voll. Wir hoffen darauf, dass die Spitze der Hochsaison der Atlantiküberquerer vorbei ist – zur Not ankern wir. Ankern? 15 Meter Tiefe, gen Süden ungeschützt, direkt daneben die Fähre, das Dinghi, für die lange Überfahrt gut verpackt und verstaut, müssten wir auch wieder aktivieren—wir drücken uns die Daumen. Kurz vor uns allerdings huscht noch schnell ein Segler durch, ohoh…

Dann meldet sich der Marinero auf Funk zurück. Einen Liegeplatz? Kein Problem, hat er für uns, wir können kommen. Wir sind platt. Umso mehr, als wir uns der Einfahrt nähern und feststellen, dass sie eng ist. Sehr eng.

Und die Marina mini klein. Höchstens 15 Segler passen hinein. Dafür ist sie eine der schönsten, die wir je besucht haben. Unter einer steilen Felswand, gut geschützt, glasklares Wasser. Wir staunen. Haben wir ein Glück.

Jose, der Marinero, ist unglaublich freundlich und hilfsbereit, wir machen längs am Außenfinger fest. Die „Feeling“ ist auch noch da! Was für eine schöne Überraschung!
Hermann hilft uns, das Boot zu drehen, dann liegen wir gut und können irgendwann die Ausfahrt wagen…irgendwann…

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