On the road again

15.10. 16/ Wir sind wieder unterwegs! Entlang der spanischen Costa Blanca, einer wunderschönen, wildromantischen Küste, an der man hinter jeder Bucht Winnetou erwartet (für die Jüngeren unter Euch: Das war der edle Häuptling der Apatschen im Wilden Westen). Wir motoren, morgen soll der Wind kommen, so, wie wir ihn brauchen.

Der Abschied, wie immer, auch ein bisschen melancholisch. Nette, besondere Menschen haben wir wieder kennengelernt. Dax und Yvona, ein holländisches Paar, das sieben Monate auf dem Wasser war und jetzt heimfliegt und wieder Arbeit sucht. Sie lagen neben uns auf Ibiza und hatten uns den Tipp für Cartagena gegeben.

Christine und Dave aus England, Unruheständler, im Boot zur rechten, die ihre Moody erst ein Jahr haben und das Mittelmeer erkunden wollen, bevor sie den Sprung über den großen Teich wagen. Bei ihnen waren wir gestern noch auf ein Glas, Mark Knopfler lief, und wir haben lange diskutiert, ob „LayLadyLay“ besser von Dylan als doch gecovert von Clapton ist (was für eine Frage, ehrlich gesagt wusste ich aber gar nicht, dass Clapton das auch gesungen hat…hat er? )

Offen, interessiert, großzügig, hilfsbereit. Wie die meisten Langfahrtsegler, die wir treffen.

Wie Beate und Bernhard, unsere Nachbarn zur linken, in unserem Alter oder sogar jünger, die Hab und Gut verkauft haben und ganz aus- und aufs Wasser umgestiegen sind. Mit Sohnemann, der von da aus zur online-Schule geht! Die unerschöpflich Tipps gegeben und von ihrem Leben auf den Meeren erzählt haben. Ein Trost: Beate ist sich sicher, dass wir uns wieder begegnen. Segler würden sich immer wieder treffen!

Um 11 dann haben wir abgelegt. 30 Meilen nur! Wie sich die Wahrnehmung geändert hat: Früher waren 30 Meilen fast das höchste, was wir an einem Tag zu segeln bereit waren – von einer Insel zur nächsten, von einer Bucht in die andere.

Jetzt ist das nichts mehr. Ab 120 Meilen fangen wir an, zu überlegen….

Nun liegen wir vor Aguilas, ankern. Schwell, wie immer, aber egal. Endlich wieder vom Boot aus ins Wasser gehen! 23 Grad hat es, das ist nicht grade viel und wir bibbern beim ersten Kontakt, aber dann ist es traumhaft.

Aguilas besuchen werden wir diesmal nicht. Wir wollen morgen früh raus – 190 Meilen noch bis „Gib“…und die – vielleicht auf einen Schlag…!

 

 

Eine Antwort auf „On the road again“

  1. Liebe Ute, lieber Peter!
    Ich habe es nun endlich auch geschafft euren block zu erkunden und habe einige Tage gebraucht um mich vom Anfang bis zum Ende durch zu lesen.
    Es ist sehr schön so viele tolle Erlebnisse von euch mitzulesen. Und es gehört ab nun zu meinem Morgenritual wie Zeitung lesen!
    Omi Lucie, Brigitta und ich haben uns überlegt, dass wir euch gerne noch ein letztes Care-paket schicken möchten!
    Die Frage ist nun, wo dürfen wir es hin senden? Wann sollte es am besten wo sein? Und benötigt ihr noch spezielle Medikamente oder Lebensmittel?
    Ahoi Matrosen! Fühlt euch gedrückt, Malina <3

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