Menorca

Die Nacht ist nicht gerade erquickend. Die Wellen halten uns wach, die Ankerkette rutscht über Felsen…

Wir sehen, wo wir gelandet sind. Um Haaresbreite an einem Bojenfeld vorbei, mitten im Eingang zur Bucht, kein Wunder, dass es so unruhig war. Von Schutz – keine Spur. Wir entdecken, wo andere Yachten festgemacht haben – auf der Seite einer kleinen vorgelagerten Insel. Clever. Haben wir nur in der Dunkelheit nicht entdeckt.

Der „kleine Fischerort“ sieht für uns aus wie eine Reihenhaussiedlung und lädt uns in keinster Weise ein, das Dinghi zu besteigen und an Land zu paddeln.

Außerdem ist es kalt, und auch wenn es um das Boot herum Fische gibt – diesmal können sie uns nicht bewegen, mit ihnen schwimmen zu gehen. Draußen ballen sich Wolken zusammen, es sieht ungemütlich aus.

Nach Filter- und Motorcheck (die Luftblase ist nur unwesentlich größer geworden), werfen wir den Motor an und uns in die Wellen. Die sind ziemlich hoch, draußen auf See tobt ein Gewitter. Nix wie weg.

Wir fahren um die Ecke in die nächste im Hafenführer genannte Bucht mit kleinem Hafen. Fornella. Eine gute Entscheidung.

Wir werden freundlich empfangen und zu einer Boje geleitet – für nicht viel Geld, wir sind außerhalb der Saison. Endlich Ruhe auf dem Boot, kein Schwell mehr! Paradiesisch.

Der Ort ist klein und richtig nett mit seinen kleinen weißen Häuschen. Good spirit.

Wir gehen essen. Dafür ist der Ort berühmt – Langusten gibt es hier, teuer, aber wohl gut. Die interessieren uns nicht, wir landen n einem kleinen Lokal in der „Hauptstrasse“ der Altstadt (was quasi der ganze Ort ist). „La Guapa“ . Richtig gut, richtig nett, richtig wohltuend. Menorca ist schön!

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