Milos am Abend

Es ist heiß auf Milos. So warten wir bis zum Abend, bis wir größere Aktivitäten starten – einkaufen, Wäsche aus der Wäscherei abholen. Fast alle Orte, die Schiffe beherbergen, haben auch eine Wäscherei, bei der man seine dreckigen Klamotten abgeben und sie nach ein paar Stunden wieder gewaschen, getrocknet, möglichst auch gebügelt, wieder abholen kann.

Dann nehmen wir den Bus nach Plaka, in die Hauptstadt, die auf dem Berg über dem Hafenstädtchen thront. Wir reihen uns in ein eine Kette von vielen jungen Menschen, die auf die mittelalterliche Burg aufsteigen. Selten haben wir so viele schöne junge Frauen auf einmal gesehen. (Jungs, verlasst eure Nester!) Wir setzen uns wie sie auf die alte Burgmauer und beobachten ehrfürchtig den Sonnenuntergang. Keiner bleibt von dem Anblick unberührt. Es ist so schön, wie die Sonne über einem kleinen Inselchen im Meer versinkt!

Wir essen sehr gut in einer kleinen Taverne und bummeln zurück, um den letzten Bus nicht zu verpassen, kommen an einer Taverne vor dem Rathaus vorbei, in der es live-Musik gibt, innbrünstig vorgetragen – nicht für Touristen, hier sitzen nur Griechen.

Davor tollen Katzen. Mitten darin ein Bündel Hund. Ich bin entzückt und bekomme das kleine, vielleicht zwei Wochen alte Hündchen in den Arm gedrückt von einer freundlichen anscheinend steinalten Griechin, viele Runzeln im Gesicht, wenig Zähne im Mund. Bevor ich den kleinen Kerl nicht mehr loslassen und mit aufs Boot nehmen will, gebe ich ihn ihr zurück. Kali nichta, winkt sie mit der Hundepfote. Kali nichta- gute Nacht – grüßen wir zurück und sie und ihr Mann, der womöglich noch weniger Zähne hat, freuen sich, ass wir etwas griechisch sprechen, und lächeln uns zahnlos hinterher. Sie kommen auch in unser Album! Mit Hund!!

 

 

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