30.7.2016 Wir verabschieden uns von Pholegandros und steuern Milos an. Ach, wie gern würden wir überall noch länger bleiben, aber bis spätestens Mitte Oktober müssen wir das Mittelmeer verlassen haben, weil dann die echten Stürme kommen. Und der Weg bis Gibraltar ist noch weit…
Auch Milos ist eine echte Entdeckung. Gesteinsschichten türmen sich übereinander, wie fahren durch einen Skulpturenwald aus Steinen. Bären, Hühner , Haifischzähne….
Dann eine kleine Häusersiedlung, bunt gestrichen, nicht in den typisch griechischen Farben, sondern rot, orange, bunt, aber sehr geschmackvoll und gemütlich. Ehemalige Fischerhäuser, lernen wir später, in denen die Fischer ihre Boote parkten. Heute sind es Sommerhäuschen für Athener.
Wir ankern vor Adamas, einer kleinen Hafenstadt. Anlegeplatz für Fähren, Kreuzfahrtschiffe. Immerhin wurde hier die Venus von Milo gefunden! Und überhaupt ist der Ort nett. Nicht so trubelig wie Ios, wirbt eine junge Reiseführerein. Das finden wir nun nicht, Adamas ist quirlig, jung, auch in den Kneipen arbeiten fast nur junge Leute, nicht unbedingt professionell, aber sehr bemüht, aufmerksam und freundlich. Wir sind ganz angetan und bleiben einen Tag länger, auch, um mal auszuspannen – danach wollen wir aufs die Peleponnes, das ist weit.
Zuerst also ein Tag segelfrei. Wir gehen nicht an den Steg, sondern bleiben in der Bucht. Das ist uns meistens lieber, weil es ruhiger ist und wir vom Boot aus schwimmen können. Ein Luxus!
Wir bauen einen neuen Duschschlauch ein, Peter, um der Wahrheit die Ehre zu geben. Ich assistiere quasi als OP-Schwester: Zange, Küchenkrepp, Teflonband…
Jetzt können wir auf der Badeplattform duschen! Bislang hat das Baden im Meer die Dusche ersetzt. Das geht ganz gut, wir haben ein Meerwassershampoo, mit dem man sich einseift und im Salzwasser waschen kann. Uns hat das gereicht, und es hat sich auch noch niemand beschwert…Aber ab und zu eine Süßwasserdusche ist nicht zu verachten. Um meine Haare würde mich so langsam jeder Rastafari beneiden…
So, jetzt schauen wir gleich nach dem Segelwetter. Mal sehen, wie die Winde morgen stehen…
Ihr Lieben daheim, wir vermissen euch! Und haben manchmal schon ein wenig Heimweh. Nach Euch, Häuschen, Garten und Kater…
Bis bald!


Liebe Ute, lieber Peter,
ich fühle mich hautnah dabei, hin und wieder spüre ich Wellengang!
Salut Monika
Das ist aber schön! Viele liebe Grüße!!!
Hallo Ute, hallo Peter. Sebastian, Mikesh und ich sitzen in der Stube und lesen eure spanenden Berichte. Weiterhin alles Liebe und gute Fahrt. Wir halten hier die Stellung. Grüße Lucia und Sebastian