Together through life

Die Nacht ist kurz. Um 5 Uhr morgens werden wir vom Wind geweckt, der am Boot reißt. Wir schauen, ob der Anker hält, schalten den Ankeralarm ein, aber mit dem Schlafen ist es vorbei. Bis zu 40 Knoten bringen die Böen, die über die Berge fegen. Wir halten aus, neben ein paar anderen Seglern, zum Glück hält unser super-Anker. Und der der anderen auch.

Der Wind legt sich nicht, und dann wird es uns doch zu unsicher. Wir holen den Anker hoch. Der Wind ist erstaunlich moderat. Wir segeln gut, fast könnte sich ein Campari-feeling einstellen, wären da nicht die hohen Wellen. Außerdem haben wir sowieso keinen Campari an Bord.

Wir frohlocken schon, wie schön Segeln sein kann, da kommt es wieder heftig. Wir haben den Wind von vorn, die Wellen spritzen uns nur so um die Ohren. Das Programm wie immer: reffen, ausreffen…ich will niemanden langweilen.

Bei mir aber ist es auf einmal, als wäre ein Schalter umgelegt worden. Ich reffe mit Peter zusammen, wir sind eingespielt, ich übernehme das Steuer – und es macht richtig Spaß!

Und – ich habe ehrlich gesagt den ein oder anderen Zweifel gehegt – nun glaube ich doch fest, dass wir es zusammen schaffen in die Karibik – und auch genießen können!

Hugin läuft perfekt im Ruder, und so rauschen wir – naja, mit 6,5, Knoten, das sind ca 11Kilometer in der Stunde…durch die Ägäis.

Und kommen in Vathi auf Pholegandros an, einem kleinen Inselchen, das wir noch nie besucht haben. Eine Entdeckung. Der Törnführer schreibt etwas lustlos von zwei Tavernen und „nicht viel los“, aber er ist ja auch schon älter. Mittlerweile gibt es ein paar hübsche Häuschen um die Tavernen und vor allem junge Leute bevölkern Strand und die einzige Strasse, die durch den Ort führt. Es hat etwas von der Atmosphäre von Surfspots locker, entspannt.

Um 7 Uhr sind wie von Geisterhand alle verschwunden. Wahrscheinlich ist der Bus gekommen. Der Strand ist leer. Nur aus den Tavernen kommt noch vereinzelt Gelächter. Ein Ort, um ganz sicher wieder zu kommen.

Wir essen kochen selbst, oh Wunder: Spaghetti!, und haben es schön!

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