Am 26. starten wir nun aber wirklich Richtung Amargos. Irgendwann müssen wir nunmal durch die Ägäis, und so ganz schlecht sieht die Wetterkarte nicht aus – der gelbe Kern, der Starkwind anzeigt, ist relativ klein.
Um halb 8 fahren wir. Mir ist schon bei der Aussicht auf den langen Tag relativ flau, Peter schickt mich unter Deck, schlafen.
Irgendwann holt er mich wieder hoch. Er muss das Großsegel bergen. Und legt dafür die Sicherheitsleine an, mit der er sich auf Deck einpickt, um nicht über Bord zu gehen. Wenn Peter dieses Geschirr trägt, bedeutet es das Gleiche wie Stewardessen auf einem Flug, die sich außerplanmäßig setzen und anschnallen: Nichts Gutes. Es wird ungemütlich.
Die Wetterkarte hat zwar im großen und ganzen ihr Wort gehalten, nicht aber bei der Windrichtung. Die bläst aus Südwest statt Nordwest und das heißt – gegenanzusegeln. Der ungemütlichste Kurs. Starke Seitenlage. Noch dazu kommen Wellen der vergangenen Starkwindtage – die sind hoch, unser Wind teilweise schwach – es ist ein einziger Kampf, den Peter kämpft. Ich traue mich unter den Bedingungen nicht ans Steuer. Dann kommt der Starkwind selbst. Vier Meter hohe Wellen, lange Schaumkämme, brechen sich unter dem Boot. Wer da zu viel Phantasie hat…also die Phantasie im Zaum halten und den Tiger reiten!!!
56 sm und zehn Stunden später ankern wir salzverkrustet in Amargos. Wir haben es geschafft!!! Und kurz darauf allen Ungemach schon wieder vergessen.

Freu mich, daß ihr gut durchgekommen seit. Mann oh mann, wär mir übel geworden. 😉
Lieber Manne, Danke für Dein Mitgefühl. Man gewöhnt sich aber an das Geschaukel…Zur Zeit sind wir landkrank…
Irgendwie sind die Schläge nach Amorgos nie ganz einfach….Alles Gute. Und kauft ein paar Schrauben auf mich in dem Wundertütenladen!
Best
Rolf
Danke! Haben Deinen Kommentar leider zu spät gesehen und waren schon wieder weg. Aber den Laden gibt es noch! Hoffen, aus dem Starkwindgebiet rauszukommen, aber es wird und wird nichts…LG P&U