…ein schöner Segeltag, wie er sein sollte. In der Bucht von Bozzukale schwimmen wir noch vor dem Frühstück, schnorcheln…das ist traumhaft und entschädigt immer wieder für nicht so schöne Segelerlebnisse.
Dann holen wir den Anker hoch und nehmen Kurs auf Bozborun. Der Wind ist wunderbar, nicht zu stark, wir erreichen Rumpfgeschwindigkeit (die, die unser Schiff je haben kann): Das sind 7,3 kn. (Für Nichtsegler: ca. 12 km/h… )Sogar Ich juchze, obwohl wir wieder „Kante“ segeln. Das liegt vielleicht auch an der Musik von Thomas, die unheimlich beflügelt und Spaß macht.
Das Vergnügen ist leider von nicht allzulanger Dauer- sobald wir ums Eck biegen, schläft der Wind ein. Tapfer dümpeln wir mit 4 kn dahin (wir haben ja Zeit), bis es uns reicht und wir doch motoren. Wir ankern vor Bozborun, einem kleinen Städtchen, in dem wir schon öfter und gern waren. Dominiert wird es von einer Moschee, drumrum sitzen Männer, die Tee trinken und Tavla spielen, aber es ist ein freundlicher, weltoffener Ort mit nicht allzuviel Touristen. Bloss heiß!!!
Abends gehen wir essen – in ein Restaurant mit dem einfallsreichen Namen „Bozburun’s“. Der „Manager, wie er sich selber nennt, spricht fließend deutsch, er hat 35 Jahre in Hamburg gelebt. Das ist für uns eigentlich eher ein Argument, nicht in die Kneipe zu gehen, aber uns locken die Auslagen.
Wir speisen, nein schlemmen: mit Reis und Korinthen gefüllte Zucchiniblüten, grüne Blätter (wahrscheinlich Potulak) in Joghurtsauce, Humus, der etwas trocken ist, aber nussig und mal richtig nach Kichererbsen schmeckt, zarteste Auberginen, Zucchini, Zwiebeln, Bohnen in pikanter Tomatensauce, getrocknete Pfifferlinge auf Joghurtsauce, Algen, in Knoblauch angemacht…es ist köstlich.
Satt und zufrieden bummeln wir noch durch den Ort. Es ist 10 Uhr abends, doch auf dem Spielplatz spielen Kinder, spielen Väter mit ihren Sprösslingen Fußball, beschäftigen sich Omas mit dem Nachwuchs. Es ist sehr friedlich. Und so fallen wir dann auch ins Bett…

