Kein Himmel über der Hugin

Etwas verkatert sind wir am Donnerstag nach dem Spiel. Aber wir schauen nach vorn – wir wollen los! Dazu muss leider noch die Elektrik gemacht werden, die Anschlüsse vom Solarpaneel sind korrodiert, vermutet Peter, der jedoch nicht über Schrumpfschläuche und ähnliches verfügt. Also kommt der Fachmann. (Mit Frau als Übersetzerin).

Ich nutze die Zeit und ziehe mich in die Bibliothek zurück – eine Oase. Ruhig, dunkel, kühl und bestückt mit hunderten von Büchern in allen möglichen Sprachen. Internet gibt’s da auch.

Stunden später treibt mich der Hunger heim, und ich würde am liebsten gleich wieder umdrehen. Unser Schlafzimmer – eine einzige Werkstatt. Der wunderbare weiße Himmel – weggebaut. Unsere superschönen, weichen Matratzen – irgendwohin gestellt. Du kommst nach Hause, freust dich auf ein gemütliches Heim – und alles ein Chaos voller Schrauben und Werkzeug… Oh nein!

Wie Peter es geahnt hatte, waren die Kabel der Solaranlage von nicht besonderer Qualität und korrodiert – für den Seegebrauch nicht gemacht. Es ist unglaublich, was Salzwasser, Wind und Wellen anrichten. Mit allem. Deshalb ist ein Segelboot eigentlich kein auf den Wellen schaukelndes Fahrtzeug, sondern eine wankende Baustelle!

Und ich seufze (aber nur ganz heimlich) einmal mehr, dass Chartersegeln auch etwas sehr Schönes ist…Dann bauen wir den Himmel wieder zusammen…

 

Wir stoßen mit einem Gintonic (happyhour) darauf an, dass es nun aber los geht. Wir sind mit Reparaturen durch! Mehr kann nicht kaputt gehen! Außerdem wollen wir das „final“ in Bozborun sehen – auch wenn nur Portugal und Frankreich spielen!

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