sind die Tage in Gibraltar (7.,8.8.2017)
Eigentlich wären wir gern schon gestern, am 7., weitergezogen, aber wir wollen/müssen den Motor warten lassen, der Mechaniker hatte aber erst heute Zeit. Dann bleiben wir eben, obwohl der Wind nun wirklich Donnerstag scharf gegen uns blasen wird und wir bis dahin einen sicheren Hafen/eine sichere Marina brauchen.
Die größte Herausforderung hier besteht in der Nahrungsbeschaffung.
Der einzig akzeptable Supermarkt ist 20 Minuten zu Fuß entfernt, kein reines Vergnügen bei 35 Grad. Und das morgendliche Brötchenholen ist auch nicht so einfach – es gibt hier keine Bäcker, die Brötchen nur in Cafés und schlicht nicht „plain“. Nur belegt oder komplett mit eben Kaffee. Aber das ist nun wirklich ein kleineres Übel.
Die Stadt hat uns noch immer nicht überzeugt, obwohl es ein paar sehr gelungene architektonische Projekte gibt. In die Stadtmauer, die 1704 von Engländern und Holländern gegen die Gibraltar innehabenden Spanier umkämpft wurde, sind heute Museen, Galerien, Kinos und Kneipen gebaut. Ganz schön. Auch einen neuen Park gibt es, leider schon teilweise verwüstet. Komisch, in Portugal haben wir das nie gesehen…
Heute kämpfende sich tausende von Kreuzfahrtgästen durch die Innenstadt, bis zu drei Riesenschiffe landen hier täglich und ergießen ihre Ladung. Und da Alkohol, Zigaretten, Kosmetik und Parfums wirklich sehr günstig sind, beginnt die Schlacht in den Geschäften…
Bis auf die nötigen Einkaufstouren versuchen wir, die Hauptstrasse lieber zu meiden und bleiben in der Marina.
Heute abend aber, heute werden wir eine Kneipe in der Innenstadt suchen. Fußball. Real gegen ManU, da wird zum einen sicher das Spiel spannend, zum anderen, die Atmosphäre aufzunehmen. Hier leben so viele Spanier und so viele Briten…Hoffentlich bleibt alles friedlich!

