Estepona,Andaluzien,9.8.2017
Wir verlassen- diesmal leichten Herzens – Gibraltar und arbeiten uns durch die große Bucht vorbei an Tankern, Fähren und nochmal Tankern.
Gehen die spanische Küste entlang. Haben den Wind von hinten und segeln mit der Fock, prima. So könnte es bleiben. Die Wellen sind klein, ganz anders als im Atlantik. Wie nett!
Vor Estepona ankern wir. Ganz hübsch der Ort vermutlich, leider ist die Sicht auf den alten Stadtkern von Betonklötzen verbaut. Glückwunsch an die Stadtplaner.
Aber endlich wieder im Meer baden! Deswegen ankern wir lieber, als in die Marina zu gehen. Leider will das Meer nicht so wie wir. Es ist vorbei mit nett. Der Wind ist stärker geworden, hat die Wellen hochgepuscht, die Strömung ist stark.
Der Wetterbericht hat ab 18 Uhr Windberuhigung vorhergesagt, aber da irrt er leider. Wir werden umhergeworfen wie zu besten Atlantiktagen. Ich fluche. Das hatte ich nicht gemeint, als ich mir den Atlantik zurückgewünscht hatte! An Baden ist gar nicht zu denken.
Es ist nervig. Sehr nervig. Aber in die Marina gehen wir nicht, wir haben ja auch unseren Stolz! So leiden wir bis 20 Uhr, dann wird es etwas ruhiger und ich traue mich an den Herd.
Die Nacht wird dann wieder so kabbelig, dass wir kaum schlafen und gern ganz früh weitergezogen wären, aber es ist uns zu dunkel und wegen der vielen Fischerboote und – netze zu gefährlich. Wir harren aus, bis der Morgen anbricht.

