Küstenfahrt

27.7.2017

Die Küste der Algarve ist schön, lange Sandstrände, dazwischen außergewöhnliche Felsformationen, aber auch sehr zersiedelt mit Feriensiedlungen und Hochhäusern.

Nur etwas mehr als 20 Meilen sind es zu unserem nächsten Ziel, wir tuckern, da wenig Wind. Ich genieße es. Wie entspannend ist es doch, Land in der Nähe zu haben, Mechaniker, Ärzte, falls etwas ist. Obwohl – eigentlich ist ja nun alles in Ordnung!

Kaum gedacht, bittet Peter mich, das Steuer zu übernehmen. Der Autopilot steigt aus! Oh nein. Ist er nun ganz hin? Oder nur das geflickte Drahtseil? Ich schlage vor, gleich umzudrehen, gerade mal 13 Meilen sind es bis zur Marina in Lagos, die einen sehr guten Ruf genießt. Mein Mann schaut mich fast beleidigt an. Erst mal schaut er danach! Schnappt sich Hammer und Stirnlampe und verschwindet in den Tiefen des Bootes.

Diesmal, verkündet er kurz darauf, ist es leider mehr als das Drahtseil, das Zahnrad der Steuerkette ist abgesprungen. Na prima. Also doch Marina. Wenn uns das mitten auf dem Atlantik passiert wär! Handsteuern, tagelang…ein Albtraum!

Aber der Käpt’n gibt nicht auf.

Eine Viertelstunde später: Entwarnung. Es hatte sich nur eine Schraube losgedreht, die er fix wieder angeschraubt hat.

So gesehen, hätte uns das auch auf dem Atlantik nichts anhaben können…

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