Irgendwo auf dem Nordatlantik bei 28 Grad 39,7 N, 65 Grad 23,7 W
Sprach der Herr. Und das Meer gehorchte. (so oder so ähnlich aus der Bibel…)
Es ist Sonntag, und der Wind hat sich gelegt.
Schon in der Nacht ist er auf 12 Knoten zurückgegangen und hat uns leise 3 Knoten Fahrt beschert. Viel zu wenig eigentlich, aber uns ist es grade recht. Die Wellen plätschern leise, wir dümpeln, endlich wieder entspannen!
Es ist schon erstaunlich, wie unsere Geschwindigkeits-Toleranzgrenze sich wandelt. Waren früher 6 Knoten Fahrt normal, 5 schon an der Grenze des Erträglichen, seit dieser Woche sind 4 akzeptabel, geben wir uns mit 3 und sogar kurzfristig noch weniger Knoten zufrieden (3 Knoten sind etwas 5 Stundenkilometer…)
Da die Wellen sich auch beruhigt haben, genießen wir einen ruhigen Tag. Es gibt wieder Frühstück! Ein Sonntagsfrühstück mit allem Pipapo.
Ich verfeinere meinen Eintopf zu einer essbaren Minestrone.
Wir können endlich wieder auf dem Heck duschen!
All diese kleinen Alltäglichkeiten, daheim selbstverständlich, wissen Blauwassersegler zu schätzen. Und das ist vielleicht auch das Gute an so einem Törn…

