21.5.2017, 28 Grad, 39,7 N, 65 Grad, 23,7 W
Noch immer ist es ruhig auf dem Meer, keine Wellen, kaum Wind. Sehr angenehm, wenn man davon absieht, dass wir motoren müssen…
Zwischendurch dümpeln wir wieder. Wir haben ausgerechnet, dass wir mit einem Geschwindigkeitsschnitt von 5 Meilen pro Stunde sehr früh morgens auf den Bermudas ankämen – und das wär nicht so gut. Also – trödeln. Nichts lieber als das. Lesen, aufs Wasser schauen, Nichtstun. Ausnahmsweise ist mal nichts zu reparieren, und dem Motor zuzuhören, ist ein Genuss. Keine Angst mehr, dass er stehen bleibt!
Der Tag geht trotzdem sehr schnell rum, genauso wie die Nacht. Die Nachtwachen haben ihren Schrecken verloren, meist gehe ich als erste ins Bett und löse Peter gegen 1:30 ab. Da so gut wie nichts auf dem Ozean los ist (einen Tanker haben wir gesehen), gönnen wir uns auch während der Wache auf Deck ein Nickerchen. Gesteuert wird ja mit der Windsteueranlage. Wir stellen die Uhr im Halbstundenrhythmus, schauen dann auf den Plotter, ob ein Schiff in Sicht, ob eines am Horizont, korrigieren gegebenenfalls den Kurs – und nickern weiter. So sind wir ziemlich entspannt!
Und die Nachtwachen machen regelrecht Spaß.
(Das Foto zeigt zur Abwechslung mal einen Sonnenaufgang!!!)

