Road Town zum zweiten

Tortola, 20.4.2017

Wieder einmal muss ich Abbitte leisten – Road Town hat doch was und ist mehr als ein zusammengewürfeltes Häusersammelsurium…

Vielleicht liegt es auch an den netten Begegnungen, aber wir sind der Stadt plötzlich viel wohler gesonnen.

Wir ankern neben der Marina und haben einen Blick auf wunderschöne alte Häuser am Hang, umgeben von einem alten Park. Herrschaftshäuser, ich vermute Wohnungen der in der nebenanliegenden Klinik arbeitenden Chefärzte darin. Abends sind sie beleuchtet, und ich kann mich von dem Anblick kaum losreißen, so harmonisch und behaglich sieht es aus.

Es sind, lesen wir am nächsten Nachmittag beim Stadtausflug, ehemalige Gouverneurshäuser, die jetzt ein Museum beherbergen. Leider schon geschlossen. Zu gern würde ich es besuchen, um der Stadt noch näher zukommen, aber da wir am Vortag bereits ausklariert haben und eigentlich nur noch illegal auf der Insel weilen, lassen wir das lieber. Man soll’s ja nicht übertreiben…

Aber ein Bier in der Kneipe des vergangenen Abends – Cabernets Grill and Bar – muss noch sein. Würde meine Stammkneipe (jaja, Kneipentante), wenn wir länger blieben. Ein paar bunte Holztische beliebig verteilt in einem halb verwilderten Garten, davor tobt, verdeckt von den Pflanzen, die rush hour, aber dazwischen laufen unbeeindruckt Hühner mit ihren Küken rum (ungelogen, und wir haben kein einziges totgefahrenes Huhn gesehen!)… Es ist so nett.

Der Wirt ist Ire, der seine (weiblichen) Gäste mit „Luv“, „Love“ also, anredet, herzallerliebst. Dazu läuft gute Musik, Diana Krall, Sting, er hat ein leckeres Bier…wie schade, dass wir schon ausklariert haben…

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