Barbuda, Cocoa Bay, 17.3.2017
Ist das herrlich, noch vor dem Frühstück eine Runde ums Boot zu schwimmen. In Jolly Harbour war das angesichts der vielen Boote um uns herum und dessen was sie ablassen, nicht so verlockend. Auch Ben ist schon im Wasser und sieht – einen Barracuda. Na, großartig. Barracudas gelten als angriffslustiger als Haie…Ich schnappe mir meine Schnorchelbrille, um wenigstens rechtzeitig zu sehen, was auf mich zu kommt…Nichts. Putzerfische, die an unserem Boot nagen. Darunter ziemlich riesige, die mir nicht so ganz geheuer sind. Lieber zurück an Deck und Kaffeetrinken.
Neben uns tauchen Schildkröten auf, immer mehr, die uns immer wieder erfreuen. Und plötzlich – ein Rochen, der aus dem Wasser schnellt. Och nee. Das Paradies wird gut geschützt…
Trotzdem gehen wir nachmittags Schnorcheln, fahren mit dem Dinghi an den Strand, hieven das Beiboot auf den Sand und schwimmen los. Nicht so einfach, es ist flach, und außer viel Seegras ist nicht viel zu sehen. Was ja auch seine guten Seiten hat – keine Rochen, Barracudas, Haie weit und breit. Weit traue ich mich allerdings trotzdem nicht raus.
Gegend abend grillen wir mit der Lady Sunshine am Stand. Peter hat seine neue Passion entdeckt: Kokosnüsse (dem wird noch ein eigenes Kapitel gewidmet…), klettert auf Palmen, klaut , pardon: leiht sich ein langes Blech von einem verfallenes Haus und schlägt damit die Kokosnüsse, die nicht freiwillig fallen wollen, vom Baum. Und kommt strahlend mit seiner Ausbeute zurück (Foto folgt).
Unterdessen hat Ben den Grill angeheizt. Kurz darauf schlemmen wir. Lady Sunshine teilt generös ihr Fleisch, Hähnchenbrust noch aus Jolly Harbour, (sie haben eine kleine Gefriertruhe an Bord, hat schon was). Wir , da ohne Tiefkühlmöglichkeit, können nur Kartoffeln, Sourcreme, Salat und Chutney beisteuern. Fischer hatten versprochen, mit Lobster und Fischen an ihren Steg zurückzukehren. Wir warten, leider vergeblich. Keine Fischer, kein Lobster. Darum sind wir nicht sonderlich traurig, das arme Tier muss schließlich auch noch getötet werden…und mit dem Fisch ist das auch so eine Vertrauenssache. Seit Guadaloupe sollte man eigentlich keine Rifffische mehr essen, um nicht Gefahr zu laufen, sich mit Ciguatera zu vergiften, einem Nervengift, das bestimmte Fische in sich tragen.
Das schränkt den Speisezettel ziemlich ein.
Rum aber, Rum geht immer. Perfekt. Es könnte nicht schöner sein.

