Jeden Tag eine gute Tat

St.-Anne, 9.2.2017

Wir genießen das letzte Frühstück in St. Anne mit den besten Croissants, die wir je gegessen haben, und sehen einen armen Menschen im Dinghi vorbeirudern. Er kommt von weit draußen und hat schon eine ziemliche Strecke hinter sich. Messerscharf kombinieren wir: der Außenborder streikt. Tatsächlich ist ihm, erzählt er, der Dieseltank geklaut worden, und nun rudert er an Land, um einen Mechaniker abzuholen, denn ein Motorproblem am großen Boot hat er auch noch. Peter bietet sofort seine Hilfe an und schleppt ihn. Der Mann ist glücklich. (Auf dem Weg zurück stellen wir fest, dass der Mechaniker Jean Paul ist, unser Jean Paul, der auch unseren Motor mit eingebaut hat. Da hat er einen der besten gekriegt!)

Damit nicht genug der guten Taten, kommt das Boot neben uns nicht frei. Der Anker hängt fest. Die drei Frauen, Britinnen, sind zunehmend verzweifelt. Als Peter seine Hilfe anbietet, jedoch sie nicht gleich erfreut, was ich gut verstehen kann. Eine Frauencrew lässt sich nicht gern von einem Mann zeigen, wo’s lang geht! Als ich insistiere und meinem Mann als den Mann für alle Fälle anpreise, nehmen sie seine Hilfe dann doch an. Peter schnorchelt, die Kette hat sich um einen Felsen verhangen. Er dirigiert das Frauenboot, und sehr erleichtert ziehen die Amazonen von dannen.

Nach so vielen guten Taten hätten wir uns ja eigentlich eine Belohnung verdient. Zum Beispiel, dass das Knie, dass noch in den Auspuff eingebaut werden muss, reibungslos und schnell montiert wird, damit wir heute noch nach Trois Ilets kommen. Aber nein, es dauert und dauert.Jean Paul allerdings beeilt sich sehr…mal sehen.

Von mir sind keine guten Taten zu berichten, aber gute Neuigkeiten! ich kann halb ums Boot schwimmen ohne Schmerzen! Dann kann ich bald auch wieder schnorcheln!!!!!

 

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