Sonntag

St.-Anne, 5.2.2017

Der Sonntag hatte ein richtig entspannter Gammelsonntag werden sollen.

Leider aber hängt das Dinghj am morgen windschief im Wasser, es hat sehr viel Luft verloren. Peter macht sich an Ursachensuche und Flicken, vier winzige Löcher, wahrscheinlich am Dinghjisteg zugezogen. Da liegen um die fünfzig Boote, gut möglich, dass da ein Draht schrabbelt oder am Steg selber rostige Nägel ihr Werk tun.

Und wo Peter das Werkzeug schonmal ausgepackt hat, macht er weiter. Den rechten Dieseltank haben wir nicht füllen können, offensichtlich ist mal wieder eine Leitung verstopft.

Schnell stellt sich heraus, dass es leider nicht die Leitung, sondern die Anschlussstelle am Filter ist. Der wird also ausgebaut. Nach zwei Stunden dreckiger Arbeit ist der Übeltäter gefunden. glibbrige Masse, fieser Schlamm, durch Biodiesel entstanden.

Ich bin konsterniert. Ich hatte gehofft, dass wir nun keine Motorprobleme mehr haben! Das aber kann uns immer wieder ereilen. Auf offenem Meer, in kritischen Situationen – und dann den ganzen Filter ausbauen??? Nicht besonders beruhigend, finde ich. (Peter sieht das ganz anders, es ist doch nur der Zusatztank und auf dem offenen Meer ist es ruhig und kein Problem…)

Diesem Schlamm, der durch Bakterien aus Biodiesel entsteht, kann man eigentlich nur Herr werden, wenn man Biozide als Zusatz zum Diesel verwendet. Das Problem ist so alt, wie Biodiesel verwendet werden muss. Yanmar aber, der Motorhersteller, warnt davor, diese Zusätze zu verwenden und gibt dann auch keine Garantie mehr auf den Motor.

Liebe Lesende!  Segler! Yanmarmotorbesitzer! Wir macht ihr das?

Nach Ende der Arbeiten haben wir dann doch noch einen schönen Abend.Peter geht ins Wasser! das erste Mal seit ca. vier Wochen wieder im Meer baden1 Und ich, als die kabbeligen Wellen sich etwas beruhigen, auch. Und es geht! Mit dem Arm. ein paar Züge zumindest, nicht so gut gegen die Wellen, aber das wird noch. Und vor allem komme ich die Badeleiter wieder hoch! Dann kann ich wieder schnorcheln!!!

Und dann blieben wir auf dem Boot. Zwar lockt Livemusik aus verschiedenen Kneipen, aber wir finden es so gemütlich genug auf dem Schiff. Endlich wieder.

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