Ist das schön, wieder frei auf dem Wasser zu sein! Die carenage, die Werft, verlassen zu können! Auch wenn wir nur eine halbe Stunde fahren. Der Motor läuft wie am Schnürchen,so leise, dass wir uns mit der Geschwindigkeit vertun. Wir werden uns noch ziemlich umstellen müssen – er muss immer mal wieder mit hohe Umdrehungen gefahren werden. Wir sind ja immer nur getuckert, um keine großen Vibrationen zu erzeigen und nichts auszutreten….
St.-Anne ist schön! Voll, voller noch als beim letzten Mal, es liegen sicher mehr Boote vor Anker als der Ort Einwohner hat, aber das Wasser ist klar, wir sind umgeben von grünen Hügeln, hinter uns das offene Meer mit Sonnenuntergang, vor uns karibischer Strand! Sand mit Palmen!!! Der gehört zwar zum Club Med und ist vermutlich für unsereins gesperrt, trotzdem schön.
Die Atmosphäre im Ort ist nett. Klar, touristisch, aber es sind hübsche kleine Geschäfte und Kneipen, es ist entspannt. Der Fischmarkt schließt, die Jungs dort feiern das ein bisschen, schmeißen Musik an, Reggae, und tanzen, fast alle Touristen bleiben stehen, lächeln,freuen sich über die ausgelassene Stimmung und machen Fotos. Die Lockerheit der jungen Fischer ist offensichtlich höchst attraktiv – warum kriegen wir das nicht hin? Na gut, sie helfen auch immer ein bisschen nach…
Abends werfen wir uns in Schale und Dinghi und fahren ins La Dunette, da soll es Livemusik geben. 10 Euro der Eintritt inklusive einem Getränk, das ist noch drin.
Ein so nettes Lokal! Und vor allem von den Bewohner von St-Anne besucht, wie es scheint. Verschieden Ebenen über das Wasser gebaut, die unterste bietet Holzpaletten mit Polstern – da bleiben wir. Die Musik ist gut, Calypso, Jazz, Pop – wir werfen Jesuslatschen und Birkenstocks ab und tanzen mit. Eine Freude, den St.-AnnerInnen dabei zuzusehen! Allein das hat den Besuch gelohnt.
Wir halten bis fast Mitternacht aus, das ist für uns sensationell, normalerweise liegen wir um 9 in der Koje. Um 6 wird es hier dunkel…Die Musik begleitet uns noch in den Schlaf. Ein Abend, den man sich für schlechte Tage merken muss. So kann das Leben auch sein!

