Um 8 Uhr sollen die Arbeiter kommen. Ich, Tochter meiner Mutter, überlege, wie wir alles am besten vor Staub schützen können und male mir aus, wie sie mit dicken ölverschmierten Stiefeln über unser schönes, von Peter neu verfugtes Teakdeck trampeln und alles wieder aufreißen. Peter ist genervt. Von mir…
Romain kommt. Jung, freundlich, in Badelatschen, die er vor Betreten des Bootes auszieht. Er arbeitet allein. Legt alles mit Karton aus, arbeitet konzentriert und offensichtlich mit Freude, er singt dazu zwischendurch. Und macht überhaupt keinen Dreck. Ich bin begeistert, ich kann im Salon lesen, schreiben, Arm schonen, auch Peter versteht sich mit ihm bestens. Dass ich meinem Mann keine Hilfe sein kann, noch nichtmal beim Ausräumen der Backskiste, bedrückt mich schon. Ich hoffe, ich kann mich revanchieren. Ohne, dass er einen Unfall gehabt hat…!
Am nächsten Tag ist es soweit – der Motor kommt raus! An dicken Ketten wird er über den Baum und Spifall aus dem Cockpit gehievt und an Land gebracht. Es ist unheimlich spanend. Halten die Ketten? Das Teil wiegt fast 500 Kilo! Hält das der Mast aus? Dann schwebt er über dem Deck und landet heile an Land. Nach grade mal drei Stunden ist es geschafft.
Und wir? Wir sind nur froh…

