begrüßen uns auf St. Lucia die „boatboys“, die ihre Dienste als Taxifahrer, Brotbringer, Guide anbieten. Und sie übertreiben nicht. St. Lucia ist paradiesisch.
Allerdings sind das auch die Preise, die die boatboys verlangen. 25 Caribische Dollar will einer haben, der uns zur Boje geleitet und die Leine reicht. Geht’s noch? Ich gebe ihm 5 und verklickere ihm, dass 25 EC 8 Euro entspricht, das ist das, was man in Deutschland hartarbeitend pro Stunde verdient. Für die 5 Minuten Leineanreichen sind 5 EC damit meiner Meinung nach absolut ausreichend. Er argumentiert, 25 EC seien hier der Preis, ich bleibe hart. Er zieht maulend ab. Ich fühle mich im Recht. Bin aber vielleicht doch etwas zu hart gewesen. Nicht nur, weil ich mir irgendenwann die Konsequenzen ausmale. Auch in St. Lucia hat es schon harte Überfälle auf Segelboote gegeben, den letzten, weil es Streit um den Preis für Dienstleistungen gab… Trotzdem!!!
Das Gefühl, über’s Ohr gehauen zu werden und die Reaktionen nicht einschätzen zu können, schmälert etwas die pure Freude, die wir angesichts dieser Insel verspüren könnten. Denn St. Lucia ist paradiesisch.
Über und unter Wasser. Das Schnorcheln ist wie ein Dahingleiten in einer Schneekugel, begleitet von einem Schwarm bildschöner kleiner Fische, auf dem Meeresgrund grasen Red Snapper, Papageienfische inmitten von Amphoren, Fächerkorallen, Seeanemonen. Es ist märchenhaft und ich hoffe, dass Hans-Werner die Angel stecken lässt…
Wir ankern zwischen den zwei Pitons, den Vulkankegeln, dem Wahrzeichen St. Lucia. Einer der schönsten Ankerplätze, die wir bisher hatten.

