Fensterhelden

31.12.2016

Der letzte Tag im alten Jahr ist ein Tag der Heldentaten.

Unser Küchenfenster, nachträglich in der Türkei eingesetzt, war nicht ganz dicht. Meerwasser, Regenwasser drangen durch, die Ablage vor dem Fenster war ständig nass, und das ist nicht nur nervig für die Köchin, sondern und vor allem schlecht fürs Boot.

Nun haben wir ja grade das große Glück, einen begnadeten Installateur und einen Entwicklungsingenieur für Fensterprofile an Bord zu haben. Also bitten wir den, „mal eben“ das Fenster nachzujustieren, damit es endlich schließt.

„Mal eben“ bedeutet auf unserem Boot nichts Gutes….

Schnell wird klar, dass es mit einem Nachziehen der Schrauben nicht getan ist. Das Fenster ist vollkommen falsch und schludrig in der Türkei eingesetzt worden, die alte Dichtungsmasse überhaupt nicht ausgehärtet. Von Anfang an Pfusch am Bau.

Da müssen größere Geschütze aufgefahren werden – das Holz innen und das GFK (Glasfaser, daraus besteht der Rumpf des Schiffes) außen nach Fenstergröße ausgeschnitten werden. Aua.

Ich werde vorsichtshalber an Land gesetzt, ich neige dazu, zu jaulen, wenn die Säge an den Rumpf des Schiffes gesetzt wird. Das ist, ich sehe es ein, wenig hilfreich.

Stunden später darf ich zwar wieder an Bord und das Schlimmste ist vollbracht, eingesetzt ist das Fenster jedoch immer noch nicht. Bis zur Dämmerung arbeiten Sebastian, Hans-Werner und Peter daran, Hans-Werner und Peter abwechselnd von außen im Bootsmannstuhl, Sebastian von innen, um zu dichten, einzufügen, anzupassen.

Dann sitzt es wieder. Muss nur noch austrocknen. Und ist am nächsten Morgen dicht!
Dank unserer Fensterhelden! (Foto folgt)

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