22./23.12.16
„Die Jungs“ kommen, Peters Söhne. Wir freuen uns riesig. Müssen aber erstmal das Schiff aufräumen, uff. Die Kajüte leerschaufeln, wohin bloss mit allem? Irgendwie schaffen wir es. Und sind pünktlich am Flughafen. Nur der Flieger leider nicht. Wir warten eine stunde, dann kommen sie. Müde, aber glücklich. Über 10 Stunden Flug, die Armen!
Viel Zeit zum Ausruhen bekommen sie nicht, wir haben am 23. Ein Auto gemietet, um ihnen (und uns) die Insel zu zeigen. Die Weihnachtstage bringen alle Zeitplanungen etwas durcheinander.
Peter fährt. Linksverkehr! Und, wie oft schon beschrieben, halsbrecherisch.
Wir fahren ins Landesinnere, um zu den Wasserfällen Seven Sisters zu wandern. Grandios. Mit Stöcken aus Bambus zum Abstützen bewaffnet, werden wir von freundlichen Rangern einen ziemlich anspruchsvollen Trail entlang geleitet. Mitten durch den Regenwald! Wir sind begeistert. Haben irgendwann atemlos den Wasserfall samt kleinem See erreicht. Die Jungs, diese Warmduscher, gehen nicht ins Wasser. Ich schon! Es ist traumhaft.
Dann weiter mit dem Auto um die Insel. Wir besichtigen eine Rumdestillerie, die 300 Jahre als ist, leider gerade nicht in Betrieb ist, weil die Arbeiter Weihnachtsferien haben. Trotzdem interessant und beeindruckend. Und natürlich geht eine Flasche mit – die für Touristen mit 69 Prozent…
Dann sollte es eigentlich die Schokoladenfabrik sein, an der ich gesteigertes Interesse habe, doch auch die ist leider geschlossen. Immerhin sehen wir einiges vom Land. Bunte Häuschen, viele noch demoliert und nicht restauriert nach Hurrikan Ivan, der die Insel 2004 heimgesucht und ins ziemliche Desaster gestürzt hat.
Das freitägliche Fischfest in Guyave lassen wir leider aus – es wird dunkel, und das wollen wir Peter dann doch nicht zumuten.
Schön war’s. Bloss zu kurz, wie immer…(Foto folgt!)

