Wir wollten eigentlich…

Schon wieder dieses Unwort! Eigentlich ja „nur“ nach Puerto Mogan segeln respektive fahren, um nochmal in der Marina zu liegen, Ihr wisst schon…um alle Annehmlichkeiten nochmal mitnehmen.

Es begann damit, dass ich dachte, Puerto Mogan liege grade mal um die Ecke, ca. 30 Meilen, ein Klacks. Der sich bei näherem Nachmessen während der Fahrt als 45 sm herausstellte, was dazu führte, dass wir keine 6, sondern 8 Stunden brauchten und mal wieder im Dunkeln ankamen. In einer fremden Marina.

Ich schwöre hiermit feierlich, dass ich nie, nie wieder ohne genau nachzumessen, losfahre!!! Nie!

In der Marina gab es zwar einen Marinero, der etwas beim Anlegen hilft (d.h., er nimmt die Leine an, das ist aber auch schon alles) und zum Glück auch noch jemanden im Office, der uns an die „9“ schickte. 9? Was wo wie? Nicht zu sehen. Aufgeregtes funken auf Kanal 9, schwer verständliches englisch auf beiden Seiten. Am Ende, an der Mauer. Oha.

Nun war es im Atlantik bislang üblich, einen Schwimmsteg zu bekommen, da es hier ja Hoch- und Niedrigwasser gibt und der Wasserspiegel folglich steigt oder sinkt. Und mit ihm das Schiff.

Wie soll das an einer Mauer funktionieren? Spannen die Leinen? Hängt unsere Hugin irgendwann in der Luft? Irgendwie geht es erstaunlicherweise, noch ist nichts passiert.

Puerto Mogan ist sicherlich eine der schönsten Marinas auf Gran Canaria. Keine Hochhäuser, Hotelbunker, wie die, die wir überall an der Küste gesehen haben.

Stattdessen nette kleine Häuschen, die auch Manrique erfreut hätten. Palmen! Üppige Bougainvillea, die Torbögen überwuchern, kleine Kanäle, die den Ort durchziehen. Nicht umsonst wird Puerto Mogan auch „Kleinvenedig“ genannt.

Dennoch – ein einziger Touristenrummel. Und am zweiten Tag fühlen wir uns etwas wie im Freizeitpark Rust – als wäre alles fake. Die „Trumanshow“…wer weiß?

Gerne würden wir deshalb dochmal die Segel setzen, indes – der Wind, der Wind…

Kommt in zwei Tagen gar nicht mehr, danach gegenan. Da sollte man sich nicht antun.

Wir harren also der Winde, die da noch kommen mögen –

Eine Antwort auf „Wir wollten eigentlich…“

  1. Liebe Ute, lieber Peter, lese Eure Berichte mit großem Interesse und bin total angetan von den spannenden Geschichten.
    Ich wünsche Euch weiterhin viel Glück und Erfolg auf Eurer Reise. Werde weiterhin Eure Infos mit großer Neugier verfolgen
    und wünsche Euch den richtigen Wind .
    Liebe Grüße Angelika
    ,

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