15.8. Maria Himmelfahrt….Auch wir tun – nichts. Keine Bootsarbeiten, nichts. Radeln in die Stadt, gehen Eis essen. Im Pinienwäldchen neben der Marina treffen sich etliche Großfamilien, rücken mit allem an Campingmöbeln an, was der Balkon her gibt, schlachten riesige Melonen, grillen (drei Waldbrände haben wir in den vergangenen Tagen von Ferne gesehen), schaukeln in der Hängematte.
Wer es nicht in den Wald geschafft hat, zieht mit Kind und Kegel an den Strand, baut Sonnenschirme auf, planscht im Wasser, spielt Beachvolleyball. Schon das Zusehen macht Spaß. Es ist so friedlich!
Wir, zurück auf dem Boot, trauen uns, den Fischer neben uns (den mit dem Motor) nach Fisch zu fragen. Wir treffen nur die Frau des Kapitäns, Fische gibt es keine, der Kutter war nicht draußen. Schade.
Etwas später kommt sie ans Boot – mit einer Schachtel voller Kalamari. Grüße vom Kapitano. Wie nett!
Wir müssen erstmal im Internet nachschauen, wie man die Teile ausnimmt. Sieht nicht so schwierig aus. Peter übernimmt das und erntet von dem coolen Davide, der das Pilotboot in der Marina fährt, ein anerkennendes „Daumenhoch“. Von mir – einen Kuss.
Die Kalamari schmecken köstlich. In Knoblauchöl gebraten, mit Zitrone. Wenn alle Stricke reißen, machen wir eine Kalamaribude auf…
Nachts radeln wir nochmal in die Stadt. Was Roccella an Schönheit fehlt, macht es mit Veranstaltungen wett. Jazzfestival! Unter freiem Himmel mit Vollmond(!)auf der Piazza, vor Marmorsäulen und einem nachgebauten Amphitheater, kosten tut es nichts. Der Wein ist auch gut – das Leben ist schön!
