Liebe Leserinnen und Leser, nicht alle von Euch sind Segler, es schleicht sich aber der ein oder andere Segelbegriff in die Blogs. Deshalb, zum besseren Verständnis, ein kleines Seglerlexikon.
– AIS = Automatic Identification System = automatisches Identifizierungssystem, ein system, mit dem die Berufsschifffahrt und immer mehr private Boote ausgestattet sind. Damit erkennt man andere Schiffe in der Nähe rechtzeitig auf dem à Plotter, ein ganz wichtiges Sicherheitssystem
– Backbord heißt links.
– Beaufort ist die Messeinheit für die Windstärke, die einmal festgelegt wurde.1 Bft. Ist fast gar kein Wind, 12 Bft sind Orkanstärke. 7 Bft Starkwind.
– Bug ist beim Schiff vorne. Aber nennt man auch die Seiten des Schiffs, man segelt immer auf einer Seite, Backbordbug (linke Bugseite) oder Steuerbordbug (rechte Bugseite)
– Ein- bzw. Ausklarieren: quasi: ein- oder auschecken. Wenn man ein Land verlässt oder neu einreist, muss man ausklarieren bzw. einklarieren, sich bei der Hafenpolizei anmelden, einen Stempel holen, evtl. zum Zoll. Das Einklarieren in die Türkei ist teuer (ca. 100 Euro)und nur über einen Agenten zu machen, der alle Behördengänge erledigt. In Griechenland ist es einfacher und günstiger, z.Zt. 15 Euro. Vor dem Schäuble-/Merkeldiktat haben wir Summen zwischen 3,88 und 5,26 bezahlt – nicht nachvollziehbar, wie sie sich berechneten…
– Dinghi = Beiboot, meistens ein kleines Schlauchboot mit Außenbordmotor, um vom Ankerplatz an Land kommen zu können
– Heck = hinten
– „Kacheln“ bedeutet, der Wind bläst stark.
– Knoten = Geschwindigkeitseinheit. 1 Knoten = 1 -> Seemeile/Stunde
– Marina ist ein sicherer Ort, an dem man sein Boot auch länger allein lassen kann. Oder man geht während des Törns für ein paar Tage in die Marina, um mal ruhig zu liegen und sich und das Boot versorgen zu können. Marinas gibt es mit dem Charme einer Tiefgarage, oder aber luxuriöse wie in Bordrum, Kos oder Marmaris, wo es genug – Handwerker zum Beispiel- für’s Boot, und andere Annehmlichkeiten wie Bibliothek, Bar, Swimmingpool, gut ausgestatteten Supermarkt für die Eigner gibt…
– Reffen – die Segelfläche verkleinern bei starkem wind. Ausreffen: Segelfläche wieder vergrößern…
– Plotter. Ein Bildschirm draußen im Cockpit und innen am Kartentisch für den Navigator, ein Navigationssystem, sensationell, das den genauen Kurs und die genaue Schiffsposition anzeigt, mit dem man Kurse berechnen kann. Lädt dazu ein, auf Papierkarten wie anno dazumals zu verzichten, die man aber tunlichst beibehalten sollte, da Plotter auch mal ausfallen können….
– „sail fast,live slow“ = cooles Seglermotto, das auf uns leider überhaupt nicht zutrifft, wir leben noch relativ schnell und segeln sehr langsam, im Schnitt 5 Knoten (s.–> Knoten)
– sm=seemeile= 1,852 Kilometer
– steuerbord = rechts
wird fortgesetzt!
