Segeln

Wieder: Anker hoch – Ziel ist irgendein Ort auf dem nächsten Finger der Peleponnes, ca. 35 sm. Keine große Strecke. Doch wie so oft haben wir die Rechnung ohne den Wind gemacht, der direkt von vorn kommt und uns zum Kreuzen zwingt. Wir segeln eine Mondlandschaft entlang, Steilküste, kaum Häuser. Es dauert…Immerhin ist die See so ruhig, das ich endlich mal zum Lesen komme: Ioanna Karystiani: „Die Augen des Meeres“. Ein wunderbarer Roman um einen alten Kapitän, der nicht abmustern und von Bord gehen will. Sehr zu empfehlen!

Dann ist die See ganz ruhig, wir müssen motoren, gegen die Wellen. Drei Stunden lang – es ist ein bisschen ätzend. Es wird dunkel, und ich koche während des Segelns rsp. Motorens Spaghetti mit Thunfischsoße. Da die Wellen nur von vorn kommen und berechenbar sind, geht das unfallfrei ab. Wir essen auf Deck, schaukelnd, im Sonnenuntergang. So schön!

Um 23 Uhr endlich! im Dunkeln erreichen wir unseren Zielhafen, einen kleinen Ort, tasten uns nach Beschreibung im Törnführer und unserem Plotter voran, ankern, wissen nicht, wo wir gelandet sind. Der Morgen wird spannend!

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