Bastelarbeiten

Die Tage in Kos nutzen wir zum Aufrüsten. Drei riesige Pakete haben wir hierher geschickt, darin enthalten: watermaker, Kompressor, Converter, um aus 12 Volt 220 zu machen und diverse andere Materialien. Ich weiß nicht, wie Segler das machen, die keinen so technisch versierten Menschen an Bord haben…Peter sitzt, hockt, hängt abwechselnd über Salonbett, Badezimmerschrank, Küchenunterbau, sägt, schraubt, montiert – mir wird schon anders, wenn ich die Anleitung sehe: Lassen sie dieses Teil nur von einem Fachmann installieren – Lebensgefahr! Peter ist der Fachmann- jedenfalls haben wir weder Kurzschluss noch Unfall bis jetzt gehabt.

Ich habe immerhin Schlauchschellen nachgerüstet, nachdem ich in Versicherungsberichten gelesen hatte, dass die häufigste Ursache dafür, dass Yachten sinken, keine Zusammenstöße mit anderen Booten, Containern oder Walen  sind, sondern abgegangene Schläuche…Das wollen wir ja nun nicht.

Unser Bot ist jedenfalls mal wieder Baustelle, aber dafür super ausgerüstet – bestimmt!

Aber wir arbeiten nicht nur!

Wir haben uns Fahrräder geliehen, für einen Appel und ein Ei. Kos ist eine Fahrradstadt! Mit ausgeschildertem, extra angelegtem Radweg rundum die Altstadt. Da könnte sich manch unserer Städte ein Beispiel nehmen…

Wir radeln am Meer entlang zu den Fischerbooten. Fisch ist leider schon ausverkauft bzw. reserviert. Also zum Fischhändler. Und anschließend etwas außerhalb zum Markt.

Da ist es zwar nicht so clean und poliert wie in der Markthalle in der Altstadt, aber viel netter. Und wir sehen Teile der Stadt, die wir sonst nicht kennengelernt hätten. Kos’sches Leben abseits des Tourismus eben.

 

Und ich muss Kos Gerechtigkeit widerfahren lassen: Kos ist eine hübsche Stadt! Ruinen, Baudenkmäler, Zeugnisse aus Jahrhunderten, die wie selbstverständlich verteilt sind. Moscheen neben byzantinischen Bauwerken neben christlichen Kirchen…Dazwischen Parks. Und nette Gässchen.

 

Und das Frauencafe! Bei jedem Besuch ein „Muss“. Alleinerziehende, arbeitslose, perspektivlose Frauen haben sich vor einigen Jahren zu einer kooperative zusammengeschlossen und das Cafe gegründet., in dem sie regionale, teilweise biologisch produzierte Spezialitäten anbieten. Zum Beispiel Tomaten, gespickt mit Nelken und gefüllt mit Mandeln, in Sirup eingelegt. Nein? Oh doch! Eine Offenbarung!

 

Abends radeln wir nochmal in die Altstadt auf ein Abschlussbier. Und sagen Tschüss. Morgen geht’s nach Leros!

 

 

3 Antworten auf „Bastelarbeiten“

  1. Gut, dass Ihr aus der Türkei raus seid. Man weiß nicht, wie sich das dort entwickelt. Die Nachrichten hier sind besorgnisserregend. Ihr seid jetzt bestimmt schon in Leros. Grüße von Mannee

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