Die Region bemüht sich um Aufklärung und darum, das Image zu verbessern.
Jeden Freitag wird deshalb eine Führung durch eines der Gewächshäuser angeboten. Wir sind mit unseren Bootsnachbarn dabei. Und was wir dort erfahren, ist beeindruckend.
Lola erzählt. Ihr Vater hat eines der ersten Gewächshäuser in den 50er Jahren aufgebaut. Überhaupt gehören die Grünzellen nicht, wie ich erwartet hatte, Großgrundbesitzern, sondern Familien, Kleinbauern. 15.000 Pflanzer haben je etwa 1,2 bis 4 Hektar Land. Es reicht zum Leben – und zum Aufstieg. Lola musste noch die Hauptschulausbildung abbrechen, weil sie im Gewächshaus gebraucht wurde. Ihre Söhne aber studieren – Agrarwissenschaften.
Umgeben ist jede Parzelle von Plastikfolien. Gegen den Wind, der hier sehr regelmäßig und stark bläst. Weiß gekalkt, gegen die Sonne, die hier sehr regelmäßig und stark scheint. Je nach Intensität wird der Kalk wieder abgewaschen, wieder aufgetragen. Moderne Gewächshäuser verfügen über automatische Fensteröffnungen bei zu viel Hitze, andere müssen die Folien per Hand auf- und abrollen. Das ist viel Arbeit und verlangt Wissen. Schon sind wir dem Plastikmeer nicht mehr ganz so abgeneigt.
Und der Umweltschutz? Diese Monokulturen brauchen doch Chemie! Da, erläutert Lola überzeugend, hat sich sehr viel geändert.
Ihre Pflanzen werden auf Kokossubstrat gesetzt, dass komplett kompostierbar ist.

