Landeanflug

4.8.2017

Wir stehen um halb 7 auf und starten gleich. Schließlich wollen wir mit der Tide in die Straße von Gibraltar, die es diesbezüglich in sich hat. Drei Stunden vor Hochwasser sollten wir in Barbate sein, da dort bereits die Strömung einsetzt.

Wir motoren. Wind gleich null. Die Landschaft wird immer schöner, wilder, weniger verbaut. Immer mehr Tanker kreuzen unseren Weg, ein Problem gibt es nie.

Ich freue mich eigentlich auf Gibraltar. Die Marina war schön. Endlich wieder Wäschewaschen! Und zwar ALLES!!!! Die Stadt hat uns damals auch gefallen.

Wir werden immer schneller, der Strom macht sich bemerkbar. Bis zu 8,3 Knoten! Unterwegs waren wir froh über 3,8…

Dann kommen wir näher und näher, Marokko sieht man jetzt deutlich. Wir erinnern uns. Vor nicht einmal einem Jahr haben wir Gibraltar verlassen, Richtung Kapverden, entlang an Marokko. Riesige Wellen, hatte uns eine türkische Seglerin damals prophezeit, und Peter erinnert sich, dass es auch so war. Sehr windig. Ich weiss davon nichts mehr, nur, dass ich ziemlich Schiss hatte. Unbegründet. Und ich erinnere mich an die vielen Tanker, die Fischnetze, Fischerbote nachts, oft unbeleuchtet. Und dass ich so gern Marokko angelaufen hätte…

Wir werden melancholisch, ein paar Tränchen fließen (bei mir…). Gibraltar war der Startschuss ins Unbekannte. Und nun – zu gern würden wir ein paar Wochen wieder daheim verbringen, Euch sehen, in die Arme schließen, uns vergewissern, dass es Euch gut geht. Und dann – sofort wieder los ziehen. Anders diesmal. Entspannter. Auf anderen Wegen…

Wer weiß. Vielleicht gibt es ein nächstes Mal, irgendwann…

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