Pico…

Azoren, 28.6.2017

..ist womöglich noch schöner als Faial. Vielfältiger auf jeden Fall.

Wir nehmen die Fähre und leisten uns ein Taxt, das uns um die halbe Insel bringt.

Durch Weinreben, die zwischen kleinen Lavamauern gepflanzt werden und zum Weltkulturerbe ernannt wurden.

Entlang an wunderhübschen Häusern, die im traditionellen Stil nachgebaut werden, zum Pico, dem Vulkan, der vor 300.000 Jahren und 1718 zum letzten Mal ausbrach und der Insel ihren Namen gab. Die höchste Erhebung nicht nur der Azoren, sondern ganz Portugals, wir sehen ihn vom Boot aus in immer wieder neuem Gewand.

Wir besteigen ihn nicht, dazu reichen weder Zeit noch vermutlich Kondition, sondern begehen einen Lavatunnel, eine Gruta, den der Vulkan geschaffen hat. Ein Wunder. Mitten im Berg unter der Erde Lavastalagmiten, eingeschlossene Lavafelsbrocken, Luftblasen, die erhalten blieben…wir staunen und staunen. Eine exzellente Führung noch dazu. Fast benommen tauchen wir wieder auf, atmen gierig Luft, fühlen die Wärme wieder, hören die Vögel. Oberirdisch ist es denn doch schöner.

Was wäre ein Ausflug auf eine Weininsel ohne Weinprobe? Wir testen in einer Genossenschaft, die die weltkulturgeschützten Reben verarbeitet. Das lässt sie sich auch gut bezahlen, aber angeblich wird hier kein Profit erwirtschaftet, sondern alles an die Weinbauern weitergegeben. Und da der Anbau wirklich mühsam ist – in den winzigen Parzellen kommen keine Maschinen zum Einsatz, alles wird mit der Hand gemacht -, sind die Preise sicher gerechtfertigt. Und schmecken tun die Tröpfchen ganz gut bis ausgezeichnet!

(siehe auch „Galerie“)

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