16.5.2017
Wir haben Großes vor. Frisches einkaufen, Gas besorgen, auschecken – tanken lieber erst morgen.
Wie immer unter Lebensgefahr überqueren wir die Hauptstraße hinter der Marina, sie ist sechsspurig, keine Ampel, kein Überweg, keine Unterführung, nichts. Hier hat man ein Auto zu haben! Oder man ist verloren!
Wir kaufen im Walmart ein , der ein super Angebot an allem möglichen hat,. Inklusive Gasflaschen, Propan!
Das Abenteuer, diese Gaskartusche zu erstehen, wird daheim erzählt. Es würde Seiten füllen! (So viel sei schon jetzt verraten- sie ist viel leichter anzuschliessen, als gedacht und brennt einwandfrei.)
Aber schließlich sind wir dann doch erfolgreich und sitzen im Taxi.
Unsere Errungenschaften aus zwei Rucksäcken und vier großen Tragetaschen in den kleinen Kühlschränken (wir haben immerhin zwei!) zu verstauen, ist eine weitere Herausforderung.
Um 15 Uhr haben wir’s geschafft. Wir sind erledigt. Aber besser jetzt zu Zoll und Migration, ausklarieren, wer weiss, was bis morgen dazwischenkommt.
Die ist am Flughafen und Kreuzfahrerterminal.
In der größten Hitze laufen wir die Straße entlang, Bürgersteige gibt es auch hier nicht, Laster, die von der Fähre kommen, donnern entlang.
Lieber trampen. Eine gute Idee, schon bald hält ein Auto. John, gebürtiger Nordamerikaner, grauhaarig, mit Bart, Socken in Sandalen und Kindersitz im Auto, etwa Mitte 60, bringt einen Nachbarn zur Fähre und nimmt uns gern mit. Er ist rührend darum besorgt, dass wir auch richtig landen, fragt nach dem Weg, liefert uns an der richtigen Stelle ab. Wir kommen ins Gespräch – auch John kämpft dafür, dass die Universitäten erhalten bleiben und bestätigt, was Celia, die junge Studentin, gesagt hat – soziale Netzwerke werden gesperrt, das Internet kontrolliert, Hausdurchsuchungen ohne konkreten Grund durchgeführt –Puerto Rico ist auf dem Weg in die Diktatur. Was bleibt uns, als ihm viel Erfolg und alles Gute zu wünschen – von Herzen.
Das Ausklarieren erfolgt unglaublich entspannt und unproblematisch, sehr freundlich – ach, wär es doch immer so.
Wieder zurück in der Marina treffen wir auf….(s.o.)
