San Juan, 13.5.2017
Wir brauchen Gas! Falls wir auf der großen Überfahrt nicht kalt aus der Dose essen und auf Peters selbstgebackenes Brot verzichten wollen, brauchen wir eine neue Gasflasche.
Das ist nun nicht so einfach, da es weltweit verschiedene Gase und verschiedene Verschlusssysteme gibt.
Wir hatten bislang Butangas in der blauen Kartusche. In Europa war die relativ gut wieder zu tauschen und zu füllen, auch auf den französischen Karibikinseln. Hier aber, im Bereich der USA, ist Schluss damit. Hier gibt es Propan. Anderer Druck, andere Brennwerte, andere Verschlüsse.
Woher nur kriegen?
Wir beginnen im Shipchandler der Marina. Der Verkäufer hat kein Gas, ist aber unheimlich freundlich, telefoniert in der Gegend herum, bis er herausgefunden hat, wo wir Gas bekommen – an der Tankstelle. Die ist weit! Ein Mitarbeiter der Marina, der dazu kommt, will uns fahren. Gebt ihm ein paar Dollar, raunt der Verkäufer. Klar, machen wir.
An der Tankstelle stellen wir fest, dass wir nicht wissen, ob die neuen Behälter in unseren Gaskasten passen. Keiner hat einen Zollstock, Pech. Wir verschieben die Entscheidung. Ich will unserem hilfsbereiten Fahrer 10 Dollar zustecken, doch das weist er entschieden von sich. Und das bei der Krise! (siehe „Unruhe…“)
Peter und ich suchen allein weiter. Wie so oft lernen wir die Städte beim Suchen nach Ersatzteilen fürs Boot kennen. Eisenwarenabteilungen, große Supermärkte, Baumärkte.
Fast den ganzen Samstag klappern wir alle möglichen Stationen ab, suchen einen Bus, der uns in entlegenere Stadtteile bringt, fragen uns durch
Immer treffen wir auf große Hilfsbereitschaft. Aber am Ende steht fest: Wir rüsten um. Auf Propan.
Und belohnen uns für diese Entscheidung in einem der schönen Cafés auf der Avenida Ponce de Leon.

