Ein Auto…

Fajardo, 9.5.2017

…braucht man, um hier zurechtzukommen, also mieten wir eins. Mit Vollversicherung, durch Schaden klug geworden, 53 Dollar, nun denn.

Wir wollen einkaufen und den Yunque Nationalpark ansehen, einen Regenwald.

Der Name kommt nicht von ungefähr, es regnet. Bindfäden. Man sieht den Wald vor lauter Tropfen nicht. An Austeigen und wandern ist nicht zu denken, man kann aber mit dem Auto ziemlich weit fahren, um einen Eindruck bekommen – nett. Wohltuend, mal wieder Wald zu atmen. Auch wenn er nicht mit dem in Dominica mithalten kann…

Dann fahren wir einkaufen. Zwei große Supermärkte gibt es, Wal-Mart und den ehemaligen „Pueblo“, der jetzt Ralph’s heißt und ein tolles, auch noch bezahlbares Sortiment anbietet. Fast deutsche Preise! Wir kaufen ein, als gäb’s kein Morgen. Es muss ja auch für sechs Wochen halten – auf die Bermudas, auf den Bermudas (auch da soll es ziemlich teuer sein), von den Bermudas auf die Azoren. Und Segeln und Hungern, das geht gar nicht. Nicht auszudenken, wenn die Nudeln ausgehen würden!

Mittlerweile regnet es Katzen und Hunde. Wir packen den Inhalt des Kofferraums in alle Taschen, die wir haben mitnehmen können, und die auf die Fähre. Auf die wir allerdings über eine Stunde warten müssen, in Regen und Wind, weil der Cäptain seine Pause einlegt…

Von der Fähre dann schleppen wir alles ins Dinghi. Es regnet noch immer, wie es nur in den Tropen regnen kann (jaja, ihr kennt das auch, ich weiß. Und hier ist es zugegebenermaßen wärmer…). Das Dinghi ist schon ziemlich vollgelaufen, als wir einsteigen, wir brausen durch dicke Schauer – es ist, als würden wir schwimmen.

Leider haben auch die Lebensmittel einiges abbekommen, viele Verpackungen sind durchweicht. Also alles abwaschen, trocknen, parken bis zum Verstauen. Es sieht aus wie in einem Warenhaus. Wir sind nass bis auf die Haut.

Aber wir werden nicht verhungern!

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