Puerto Rico, 4.5.2017,
…liegt westlich von Culebra und ist noch kleiner als Culebrita. Ein Klecks von Inselchen mit dennoch auf der Karte ausgewiesenem Ankerplatz.
Eine Mooring. Auch nur als Tagesboje gedacht, aber das schreckt uns ja nun nicht mehr.
Und hier ist es nun wirklich unglaublich schön.
Auch ein Naturschutzgebiet, unbewohnt, umgeben von Korallen. Direkt unter unserem Boot beginnt der Unterwasserwald, nein – Park! Sich wiegende Fächerkorallen, zauberhaft. Kaum Fische, das aber stört mich aus vielleicht nachvollziehbaren Gründen nicht weiter…
Die sehen wir wieder vom Boot aus. Rochen, die sich in die Luft werfen. Aus der sicheren Entfernung höchst faszinierend. Schildkröten, die nach Luft schnappen und erschrocken abtauchen, als sie uns erblicken.
Offensichtlich sind sie nicht an Besucher gewöhnt. Wir sind das einzige Boot. Totale Einsamkeit. Und nur Natur…
Das sind wir gar nicht mehr gewöhnt. In weiter Ferne die Lichter der Insel Vieques, daneben, mehr als 40 Kilometer entfernt, die von Puerto Rico. Rings um uns ist es menschenleer. Das haben wir uns immer gewünscht, nun ist es uns nicht so ganz geheuer. Puerto Rico gilt als sehr sicheres Segelrevier, aber wer weiss…
Ich lasse mir den Abend doch nicht von blöden Ängsten verderben! Beschließe ich und verstecke mein Laptop mit allen Fotos…
Dann bricht die Nacht ein. Die Vögel zwitschern hier auch in der Dunkelheit. Sterne kommen zum Vorschein.
Hinter uns: Das Kreuz des Südens.
Wir sind wie verzaubert.

