Marie Galante, 22.2.2017
Wolltet ihr nicht mal entschleunigen? Endlich mal zum Nichtstun verdonnert sein? Dann empfehlen wir Saint Louis. Hier sagen sich Hase und Igel in schönster Landschaft „Gute Nacht“, hier ist aber auch wirklich gar nichts los. Fast alles hat geschlossen, selbst der Markt, selbst die Tourismus-Information. Das mag an den Ferien liegen, aber hat sie dann eigentlich nicht gerade geöffnet?
Wir wollen ein Auto mieten, um die Insel zu erkunden und finden drei Anbieter. Von denen keiner geöffnet hat. Freundliche Polizisten raten uns auf Nachfrage, anzurufen. Aber es gibt kein Netz! Wir sind leicht ratlos. Eine Französin hilft uns weiter: Ab etwa 5 Uhr nachmittags sei ein Vermieter da, bis 6. So etwa…Na gut, kommen wir dann wieder.
Bis dahin machen wir uns auf die Suche nach einer Internetkarte – hoffnungslos -, Milch – bekommen wir in einer Bar -, Kartoffeln – doch, es gibt einen kleinen Supermarkt! -, Eiern. Die gibt es nicht im Supermarkt, auch nicht in einem Laden, der zwar lebende Hühner, aber nicht deren Produkte verkauft, die bekommen wir in einem „Tabac“ mit Postkarten, Lotto, Sekt und Schmelzkäse. Danach sind wir erschöpft. Ein Brot noch, aus der Bäckerei! Ausverkauft, ein halbes ergattern wir noch. Na, dann waren wir alles in allem ja doch erfolgreich!
PS: Jetzt, wo ich die Beiträge ins Internet stelle, sitzen wir in einer wunderschönen Kneipe mit Blick auf die Boote am Strand. „Chez Henri“. Jazz! Und Katzen!!! Hier bleiben wir!

