Dominica, 16./17.2.2017
Wir gehen weiter Richtung Norden. In Portsmouth ist eine Woche Yachten gewidmet, Moorings, also Bojen, gibt es umsonst und es soll ein tolles Beiprogramm geboten werden, Rumpunch inklusive.
Die Moorings sind natürlich schon alle weg, wir stoßen auf ein riesiges Bootsfeld, von mindestens 100 Schiffen. Karibik – einsam? Oh nein.
Na gut, dann ankern wir eben, kein Problem. Das Beiprogramm ist leider schon abgespult worden, Rumpunch kriegen wir auch nicht. Aber Tipps, wo wir mit dem Dinghi an Land gehen können. Am örtlichen Steg. Bloss bitte nicht abschließen, damit die Fischer bei Bedarf das Boot zur Seite schieben können.
Wie bitte – nicht abschließen? Oberster Grundsatz seit Grenada: NIE!!! das Dingi unabgeschlossen lassen! Mit Kette! Motor extra sichern! Nachts aufs Boot holen!
Das alles gilt hier nicht. Hier passt eine Organisation von boatboys auf, dass Segelboote und Dinghis nichts passiert. Und wir fühlen uns – wie auch schon in Roseau – sicher. Wenn euch jemand was klaut, prahlt einer der boatboys, wird er uns kennenlernen! Das glaube ich ihm sogar.
Ihnen ist klar, dass die Segler eine gute und regelmäßige Einnahme sind. Und sie werden alles dafür tun, dass das so bleibt. Ach, könnten das andere Inseln nur auch schaffen…
Die Stadt ist so friedlich, Hühner laufen mitten auf der Strasse! Auch das Einkaufen auf dem Markt ist wieder so angenehm wie in Roseau, freundlich, hilfsbereit, unaggressiv, unaufdringlich. British-freundlich: yes, darling, of course, my dear…
Nachmittags machen wir eine Tour auf dem Indianriver durch den Dschungel. Zauberhaft, die Wurzeln der Bäume, die Spiegelungen. Unglaublich, welche Kunstwerke die Natur hervorbringt.
Wir sind begeistert, leider politisiert unser Bootsführer laut und lange, so dass wir die Stille nicht mit Kolibris und Papageien teilen können. Jederzeit wieder – nur lieber mit einem anderen „guide“.
Fotos – nun ja. Mein Talent, Geräte nicht zu laden, hat mal wieder durchgeschlagen…keine Fotos vom Indianriver, leider, leider…

