Lanzarote zum zweiten…

genaugenommen dritten Mal.

Pünktlich zur Öffnungszeit stehen wir bei der Autovermietung auf der Matte. Leider sind wir nicht die einzigen. Und in der Tat. Die freundliche, – wir haben eine andere Station gewählt – Dame erklärt mit Bedauern, sie habe leider kein Auto zur Verfügung. Aber gegen 11 sollten wir wiederkommen.

Wir freuen uns. Dann klappt es ja doch! Und sind auf die Minute zur Stelle. Um zu erfahren, nein, sie habe immer noch kein Auto, sie könne nur jetzt erfahren, ob es irgendwo eins gäbe….Ich gehe innerlich an die Decke, Peter schickt mich ins Eiscafe (mit schnellem Internet).

Eine halbe Stunde später kommt er, einen Schlüssel schwenkend. Wir haben einen Wagen! Zwar eine Klasse teurer, aber egal.

In den Norden wollen wir, zu den Lavahöhlen, von denen uns Nicole und Armin vorgeschwärmt haben. Und natürlich Halt machen bei dem ein oder anderen Segelladen…

Die Fahrt über die Insel ist wie in der Woche vorher beeindruckend. Wir halten diesmal in Teguise, der ehemaligen Hauptstadt – wunderschön restaurierte alte Häuschen. Ein Bauer mit Esel erholt sich in einer Kneipe, umgeben von Galerien, Bioläden und Yoga-Studios. Teguise ist anscheinend Hauptstadt der Aussteiger geworden. Wir essen den besten Kuchen seit Beginn unserer Reise, gebacken von einem Kneipenbesitzer aus Maastricht….

Dann weiter in den Nordosten, der ziemlich grün und fruchtbar aussieht. Folgerichtig heißt denn auch die Höhle, die wir ansteuern, Cueva de los verdes. Wir steigen hinab, bewegen uns in ca. fünfzig Meter langen und dreißig Meter hohen Luftblasen, die der Lavastrom erhalten hat, leicht beleuchtet, mit dezenter Musik untermalt, ein unterirdischer Naturraum, gestaltet von, nein, diesmal nicht Manrique, sondern einem anderen Künstler. Seit Jahrhunderten hält diese Konstruktion. Aber wie lange noch? Was, wenn die Erde nun bebt? Ein bisschen gruselig ist es auch.

Den krönenden Abschluss bildet der Weg an einen 25 Meter tiefen Canyon entlang, den wir uns kaum trauen zu gehen, weil eselpfadschmal…Wie wir das bewältigt haben? Nein, das verraten wir an dieser Stelle nicht. Das müsst Ihr mal selber erleben!

Der Tag wird beschlossen mit etwas ganz Besonderem.  Nicole und Armin nehmen uns mit ins Hotel Vulcano. Der Eingang – fast sakral, wie ein Kirchenschiff, Kerzen, Musik.  Um in einen Botanischen Garten zu gelangen, der Pflanzenkaskaden entlädt wie ein tropischere Regenwald.

Das Essen ist gut, aber am schönsten – das Ambiente. Wir sitzen und staunen…

Eine Antwort auf „Lanzarote zum zweiten…“

  1. Ihr habt Euch einen schönen Abschluß gewählt. Ich kenne dieses Hotel. (schon drin gewohnt) . Auch die Marina kenn ich. Als Landratte gefällt sie mir auch.

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