…ist der Nationalheld Lanzarotes. Und dies absolut zu Recht, wenn man mich fragt.
Manrique, Maler, Bildhauer, 1912 geboren, lebte auch mal in New York, kam dann aber zurück in seine Heimat – nach Lanzarote. Wo er das „Ursprüngliche“ wieder entdeckte, als alle Welt nach Coca Cola schrie. Wo ihn die traditionelle Architektur der Insel faszinierte, als die Inseln begannen, den Tourismus als Einnahmequelle zu entdecken und begannen, Lava dem Beton zu opfern. Manrique hielt dagegen, Und dass es auf Lanzarote bis heute keine Hochhäuser, wohl aber eine der Landschaft angepasste Architektur gibt, ist ihm zu verdanken. Ein Visionär, der daran appellierte, das alte Wissen der Bauern zu nutzen – und die Natur zu achten und zu schützen.
Sein Haus, das heute die Manrique-Stiftung beherbergt, ist in und mit dem Vulkangestein gebaut. Lavablasen dienten als Wohnräume, in denen Palmen durch eine Öffnung in der Decke bis in den Himmel wuchsen. Eine absolut quer gedachte, ungewöhnliche Architektur, die träumen lässt.
1992 starb Manrique durch einen Unfall. Verehrt wird er auf der Insel bis heute.
Wir verlassen sein Wohnhaus beseelt und berauscht.

