Diesmal ist es….

…die zweite Lichtmaschine, die muckt und uns vielleicht mal wieder zu einem längeren Aufenthalt zwingt. Noch länger…

Alles war gut, nach unserem wunderschönen Ausflugstag hatten wir Regen. Das war so schlecht nicht, denn nach Sardinien segeln hatten wir sowieso noch nicht wollen, und so konnte ich Fotos sortieren und Peter basteln: den neuerworbenen Filter einsetzen, zum Beispiel. Eine Operation am offenen Herzen – einfach die Dieselzuleitung zu durchtrennen, den Filter einzusetzen, mit Schlauchschellen zu befestigen und zu glauben, das funktioniert wieder…unglaublich. Tut es aber.

Mindestens ebenso lebensrettend wie sauberer Diesel: das neue Rückschlagventil der Bilgepumpe. Der Wassereinbruch nämlich, den wir (wiederholt) hatten und der uns ziemliche Sorgen bereitete, kam durch die Bilgepumpe! Die zwar Wasser nach außen pumpte, wie sie sollte, bei Schräglage aber nicht Luft, sondern Wasser ansog und in die Bilge abließ. Und zwar ordentlich. Auch das Rückschlagventil hatten wir in Trapani bekommen – der Ausflug war also so ziemlich auf allen Ebenen erfolgreich.

Heute nun, am Tag vor der ersehnten Abreise und Überfahrt, hatte Peter sich an die zweite Lichtmaschine gemacht. Schon die erste war ja ein Dauerproblem – da lag es an einem nicht verbundenen Kabel. Die zweite nun…

Um 12 taucht Peter aus dem Motorraum auf mit zwei Halterungen in der Hand – die der Lichtmaschine, durchgebrochen. Ein Tag mal ohne technische Probleme wäre auch schön! Und dann noch in der Mittagszeit, wo jeder Italiener seine Pasta ißt!

Wir besinnen uns auf den Taucherclub. Da hatten wir unser Dinghi am Ausflugstag gelassen – an unserem normalen „Parkplatz“ bei den Fischern hatte uns mal jemand absichtlich oder unabsichtlich seine brennende Kippe ins Boot geworfen und ein Loch in den Boden gebrannt – , da schien uns der Tauchclub sicherer. Aus Gewohnheit hatte ich nach dem Preis gefragt, lapidar10 Euro als Antwort bekommen – und nicht gehandelt, weil ich froh war, es überhaupt dort lassen zu können. Als ich dem Taucher das Geld überreichte, schien der überrascht – wahrscheinlich war es bloß ein Witz. Von daher war da noch ein Gefallen fällig – und Taucher sind ja sowieso cool und hilfsbereit. Oder?

Giovanni, so heißt er Taucher, jedenfalls rief sofort einen Kumpel an, der versprach, sich der Sache anzunehmen. Jedoch frühestens heute nachmittag, eher erst morgen. Morgen wollten wir los. Um 8…Aber bei Gefallen kann man halt nicht meckern.

Nun sitzen wir wieder fest. Und diesmal bin ich ziemlich demoralisiert. Bislang war ich sicher, dass wir es bis November auf die Kanaren schaffen. Aber jetzt…nicht, weil wir noch einen Tag warten müssen, sondern weil sich diese Ausfälle so häufen. Peter dagegen ist diesmal optimistisch. Und Peter hat (fast) immer Recht!

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