17.8.2017
Da liegt sie, unsere Hugin III. Puerto del Almerimar, Platz 200, erstes Hafenbecken. 11.461 Meilen nach unserem Start in Marmaris am 11.7. letzten Jahres. Man sieht ihr die Strapazen schon an. Rost, starker Bewuchs am Rumpf, etwas angegammelt. Aber was hat sie alles ausgehalten! Und nichts ist Boot, Rigg und Segeln passiert. Ich bin so stolz auf unsere alte Lady!
Hier sind wir am Ende unserer Reise angekommen. Anders, als geplant.
Eigentlich wollten wir ja nach Cartagena, unser Boot im Winter dort lassen. Aber wir haben technische Probleme, die schleunigst behoben werden müssen. Hier gibt es gute Handwerker und andere Vorteile. Und es gefällt uns ganz gut.
Wir ändern unseren Plan. Wir entscheiden uns, nicht weiter nach Cartagena zu fahren, sondern hier zu bleiben.
Und so endet unsere Atlantiküberquerung ganz und gar unspektakulär. Kein letztes Einlaufen in einen Hafen, kein letztes Festmachen, kein Triumphgefühl: Wir haben’s geschafft! Kein wehmütiges: So, das war’s. Es läppert einfach so aus. Und das ist ein sehr komisches und gar nicht gutes Gefühl.
Wir wollten feiern, wenn wir am letzten Hafen ankommen. Danach ist uns nun gar nicht mehr.
Wir fühlen uns leer und fallen regelrecht in ein Loch. Peter befürchtet, keine Herausforderungen mehr zu haben.
Oh doch, mein lieber Mann. Der Plotter, der streikt, muss ausgebaut, eine überflüssige Klampe ausgebaut, das Cockpit gestrichen werden undundund. Das Leben auf dem Boot geht weiter. Und wir werden Spanien entdecken. Auf dem Landweg eben, per Bus oder pedes. Aber irgendetwas…fehlt eben…

