Bermuda-Day…

wird am 24.5.

jeden Jahres gefeiert, wir haben Glück, wir sind dabei! Ursprünglich wurde der Tag seit 1902 begangen, um den Geburtstag der Queen zu feiern und alle Kolonien zu vereinen.
Bermuda ist seit langem unabhängig, selbstverwaltet, und feiert trotzdem.

Mittlerweile ist es ist der inoffizielle Sommerauftakt der Insulaner, sie begrüßen ihn angeblich mit dem ersten Bad im Meer (Bermuda ist das nördlichste Riff der Welt!). Peter tut es ihnen nach, ganz ohne Protest, auch wenn die Wassertemperaturen unter 25 Grad liegen..

Übrigens ist es auch der Tag, der die Bermuda-Shorts-Saison einläutet – diese kurz über dem Knie endenden Männerhosen, getragen mit Kniestrümpfen…aber diese Tradition pflegt mein Mann leider nicht…

Die Parade findet in der Hauptstadt statt, in Hamilton. Wir nehmen den Bus dorthin. Rosafarben. Unglaublich: Es gibt einen Fahrplan! Der Bus fährt pünktlich ab! Die Türen schließen! Die Stoßdämpfer sind in Ordnung!

Restlos begeistert aber sind wir, als wir die Insel auf der Fahrt sehen. Kein einziges hässliches, architektonisch missratenes Haus. Niedrige Gebäude in Pastellfarben überall, umgeben von – und hier merkt an den britischen Einfluss deutlich – Gärten und Parks.
Die Dächer, ursprünglich von Schindeln gedeckt, sind heute aus Beton, weiss gestrichen. So konstruiert, dass Regenwasser gesammelt werden kann. Über Wassermangel kann sich Bermuda sicher nicht beklagen, seit wir hier sind, regnet es viel…

Aber deswegen blüht es auch. Bermuda liegt am Golfstrom, das Klima ist mild, und das lässt Pflanzen bestens gedeihen. Palmen, Frangipani, Bougainvilleen, Oleander, Malven, durchzogen von lilafarbenen Ranken, Bermudians, Lilien – eine einzige Pracht. Und daneben das Meer – türkisfarben…!!! Ein Traum.

Bermuda ist ganz sicher eine der schönsten Inseln, die wir bisher gesehen haben. Welche Überraschung.

Die Parade in der Hauptstadt ist nett. Die ganze Insel scheint aus den Häuschen zu sein, hat sich am Straßenrand versammelt, applaudiert, feuert an, grüßt die Vorbeimarschierenden, Tanzenden, Umzugswagen der Vereine und Organisationen, die sich präsentieren. Wir schlendern durch die Straßen, genießen, und beschließen, unbedingt noch einmal nach Hamilton zu kommen, wenn der Alltag wieder Einzug gehalten hat…

Kleiner Haken: Ein Bier kostet 10, ein Brot 8 Dollar, um mal das Lebenswichtige zu nennen. Und wir dachten, nach den BVIs könnte uns diesbezüglich nichts mehr erschüttern…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert