11.5.2017
…die Hauptstadt Puerto Ricos, soll eine schöne alte Stadt sein. Es fällt uns also nicht allzu schwer, dorthin aufzubrechen. Da wollen wir auch noch einmal einkaufen und von dort demnächst starten.
Noch ein nun wirklich letztes Mal schwimmen in der Karibik! Dann legen wir ab.
Kaum Wind, wir motoren also mal wieder, aber auch Sprit soll dort günstig sein…
Für rund 32 Meilen brauchen wir knapp 5 Stunden. Angeblich soll man im Hafenbecken ankern können, es sieht allerdings auf der Karte klein aus, wir rechnen nicht damit.
Zu unserer Verblüffung gibt es reichlich Platz. Das erklärt sich allerdings auch schnell, als selbst beim zweiten Mal der Anker nicht hält. Unser Anker, der uns auf der ganzen Reise noch nie im Stich gelassen hat, rutscht über den Boden wie über Öl.
Jedes Mal, wenn wir den Anker wieder aufholen, hängt ekliger grauer Schlamm dran, wir wollen lieber nicht wissen, was sich darin alles verbirgt.
Also doch in die Marina, 60 Euro pro Nacht? Ein letztes Mal versuchen wir es noch, und siehe da, der Anker hält. Uff.
Mittlerweile ist es dunkel, tiefe Wolken hängen über San Juan, es sieht mal wieder nach Gewitter aus. Und doch hat es hier etwas. Wie immer, wenn wir quasi direkt in einer Stadt ankern, gefallen uns die Lichter der Häuser rundum, das Eingebettetsein in Leben. Es hat etwas Warmes.
Das wollen wir uns aus der Nähe anschauen, steigen ins Dinghi und suchen erstmal eine halbe Stunde, wo wir aussteigen und das Dinghi festmachen können. Anzukommen ist immer spannend, oft aber auch ziemlich nervend, wenn man sich überhaupt nicht auskennt und keine Anhaltspunkte hat.
Wir nehmen die Plattform von Kajakfahrern, die werden wohl nichts dagegen haben. Und versuchen, in die Stadt zu laufen. Hoffnungslos. Weit. Es soll irgendwo einen Bus geben, aber für das Abenteuer ist es uns zu spät. Also unverrichteter Dinge zurück. Und wir schauen von Ferne auf die alten Bauten, um die herum es nette Kneipen geben muss.
Naja, dann eben morgen…

