Das Wetter…

in Charlotte Amalie, St. Thomas, am 29.4.2017,

…ist einfach nur mies. Regen ohne Unterlass. Wie schade. Ich würde so gern die Stadt erkunden, die dänischen Stiegen, Gässchen, den historischen Rundgang ablaufen, aber so macht das keinen Spaß.

Ein regenfreies Fenster nutzen wir, um unsere Vorräte noch einmal aufzustocken, probieren erst den „K-Mart“, einen Discounter, der aber nicht günstiger ist als „Pueblo“, und langen dann dort noch einmal zu, damit es uns auf der Überfahrt nicht an Nudeln und Tomatensoße mangelt!

Gönnen uns ein wahrscheinlich vorerst letztes belgisches Hefeweizenbier und einen letzten Painkiller während der Happy Hour und vergammeln den Abend auf der Hugin.

Gegen 22 Uhr kommt Bewegung in andere Boote. Die Coastguard rast mit Blaulicht vorbei, Segler legen ab. Ein ungutes Gefühl beschleicht uns, wir fühlen uns an den missglückten Putsch in der Türkei erinnert. Haben wir die Warnung vor einer drohenden Katastrophe, einem Tsunami, Sturm, verpasst? Wir schalten Kanal 16 ein, dort nuschelt nur eine gelangweilte Frauenstimme etwas von Vorsicht vor einem treibenden Boot – das klingt nicht wirklich bedrohlich. Wir bleiben trotzdem angespannt.

Dann – ein lauter Knall.

Ein Feuerwerk! Es wird von einem Motorboot abgeschossen, das die Coastguard sichert.

Fast eine halbe Stunde folgt ein funkelnder Regen auf den anderen. Wie schön! Und wir – sitzen in der ersten Reihe!

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