St. John/Tortola, 25.4. 2017
Leider scheine ich mich etwas überanstrengt zu haben, mir tut meine Rippe, die ich beim Dinghi-Einstieg misshandelt hatte, danach so weh, dass ich kaum laufen kann. Vielleicht hatte ich sie mir doch gebrochen???? … Der Käpt’n spricht ein Machtwort: Wir lassen das röntgen. Im Krankenhaus! Und ich habe nicht wirklich viel dagegen…
Also segelmotoren wir wieder nach Road Harbour, da hat das Krankenhaus von außen einen guten Eindruck gemacht, da kennen wir zur Not Leute, da ist es sicher günstiger als auf den amerikanischen Inseln.
Im Krankenhaus warten wir. Lange. Eine „Nurse“, eine „Schwester“, macht den ersten Check, dann kommt der Doctor. Schwergewichtig, grauhaarig, schwarzhäutig, weise Augen. Nach dem Röntgen steht fest – nichts gebrochen. Irgendwas mit den Muskeln, er verschreibt mir ein paar Pillen, zu erhalten in der Apotheke des Krankenhauses.
Zutritt erhalten wir dort nur nach Vorlage unserer Pässe. Dann müssen wir eine Nummer ziehen, uns an einem der drei Schalter anstellen, und dann warten wir wieder. Fragen uns, warum es fast eine halbe Stunde dauern kann, zwei Tablettenschachteln herauszusuchen.
Als wir sie bekommen, ist uns klar, warum. Die Pillen sind abgezählt! Nach Verschreibung des Doktors, für fünf Tage, einmal 10, einmal 15. In kleine Plastiktüten verpackt, ordentlich mit Verordnung und Nebenwirkungen beschriftet. Und das finden wir richtig gut. Endlich mal keine Medikamentenvergeudung mehr!
Wir feiern den guten Ausgang in unserer Lieblingskneipe. Paul, wie der Wirt heißt (auf dem Foto zu sehen mit Natalie, seiner Mitarbeiterin), ist aufrichtig erfreut, uns wieder zu sehen, und so verbringen wir einen höchst vergnüglichen, langen Abend im „Cab“. (Fast) alles hat ja doch sein Gutes!

