The Bath…

BVIs8.4.2017

…ist das Ziel auf den BVIs, das man auf gar keinen Fall verpassen darf. Sagen alle. Also müssen auch wir dahin. Da man dort nur tagsüber an Bojen liegen darf, suchen wir uns einen Ankerplatz in der Nähe. Spanish Harbour, eine anscheinend größere Stadt, verbunden mit einer Marina, die alles haben soll, was der Segler sich so wünschst.

Wir wollen außerhalb ankern, es scheint fast unmöglich zu sein. Mindestens 10 Meter tief, gleich daneben die Fahrrinne. Also beißen wir in den sauren Apfel, nehmen eine Boje und hoffen, dass niemand zum Abkassieren kommt.

Fahren mit dem Dinghi in die tolle Marina und müssen gleich mal 2 Dollar berappen, nur fürs Dinghifestmachen. Der Supermarkt hat dicht gemacht, an proviant ist also auch nichts zu holen. Wir können ein Taxi nehmen in die Stadt! Nein Danke, wir essen Spaghetti, davon haben wir noch genug (warum nur haben wir nicht den Super U in Marigot leergekauft???)

Die in einschlägigen Broschüren empfohlene Kneipe „Bath and Turtle“ hat mit dem „Chez Bamboo“ fusioniert, will heißen, besonders viel scheint hier nicht mehr zu gehen. Aber gute und günstige Rumpunches gibt es zur Happy hour. Wer nun meint, wir kämen nur zum Trinken hierher, der irrt!!! Da gibt es auch Internet! Und wir verbinden das Angenehme mit dem Nützlichen.

Zurück auf dem Boot naht denn doch der Boatboy, der uns 30 Dollar für die Boje abknöpft. Normalerweise gibt es einen Sack Eis gratis dazu, aber seine Eismaschine ist kaputt. So ein Pech. Dafür bekommen wir die Information, dass, wenn wir zu „The Bath“ wollen, wir ganz früh aufstehen müssen! Am besten mit dem Sonnenaufgang ablegen! Es wird voll!

Also gut, wir stellen den Wecker auf 6. Haben eine lausige Nacht. Eine Horde junger Franzosen muss johlend und grölend Party machen bis in die Morgenstunden, außerdem gibt es fiesen Schwell. Und dafür auch noch zahlen!

Früh also legen wir ab, um nach 5 Meilen eine der 25 Bojen zu ergattern, und sind in der Tat die ersten. Gehen noch vor dem Frühstück schnorcheln, und das ist wunderschön. Korallengärten, Fische! Wie wir es uns von der Karibik erträumt hatten.

Später wird es dann wirklich noch voll, aber unter Wasser hören wir die schrillen „Oh my god!“-Schreie der aufgetakelten Amerikanerinnen fast nicht mehr. Da ist es eine Welt für sich, zauberhaft. Ich wage mich in einen Kanal vor und begegne – einem Barracuda. Ich weiß, man soll dann keine hektischen Bewegungen machen, aber ich ziehe schleunigst Leine. Einen kleinen Rochen sehen wir auch, auch da lege ich lieber den Rückwärtsgang ein. Peter ist viel cooler!

Mittags sind wir geplättet. Doch, „The Bath“ lohnt sich unbedingt. Wir haben ja noch Zeit auf den BVIs. Vielleicht kommen wir nochmal wieder…

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